Texte die Erinnern - Pichelsteiner Eintopf

Texte die Erinnern - Pichelsteiner Eintopf

Information zur Umsetzung:
Der Pichelsteiner Eintopf ist ein traditionelles Gericht aus dem Bayerischen Wald und Oberpfälzer Raum, das besonders in der kalten Jahreszeit gern gegessen wird. Dieses herzhafte Eintopfgericht besteht aus verschiedenen Fleischsorten, Gemüse wie Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Kohlrabi – alles langsam gekocht, damit sich die Aromen gut verbinden.

Früher war der Pichelsteiner Eintopf ein typisches Bauernessen, das nahrhaft und sättigend war und oft aus dem, was gerade auf dem Hof vorhanden war, zubereitet wurde. Es war ein Essen, das Kraft für die harte Arbeit gab und die Familie am Tisch zusammenbrachte.

Diese Geschichte lädt dazu ein, über eigene Erinnerungen zu sprechen:
Wer hat bei Ihnen früher Eintopf oder speziell Pichelsteiner gekocht?
Welche Zutaten wurden bei Ihnen verwendet?
Gab es besondere Anlässe, zu denen der Eintopf serviert wurde?
Erinnern Sie sich an besondere Gerüche oder Geschmäcker?

Gesprächs- und biografische Fragen:
Wie wurde der Pichelsteiner Eintopf bei Ihnen zubereitet?
Haben Sie eigene Rezepte oder kleine Geheimnisse?
Welche Gemüsesorten oder Fleischsorten kamen bei Ihnen rein?
Gab es Traditionen oder Geschichten rund um das gemeinsame Essen?

Sinnesanregungen zur Vertiefung:
Riechen an frischem Gemüse oder Kräutern wie Petersilie
Fühlen von rohem Gemüse oder den verschiedenen Texturen (beschreibend)
Betrachten von Kochbüchern oder Fotos von Eintöpfen
Optional: Probieren eines kleinen Schälchens Pichelsteiner Eintopf (je nach Möglichkeit)

Der Pichelsteiner Eintopf ist ein Symbol für bodenständige, herzhafte Küche und familiäre Geborgenheit. Die Aktivierungseinheit fördert den Austausch von Erinnerungen und das gemeinsame Genießen von Geschichten und Aromen.
 

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Texte die Erinnern - Pichelsteiner Eintopf



Texte die Erinnern - Pichelsteiner Eintopf

 
Omas Pichelsteiner Eintopf

Wenn draußen der Wind um die Häuser jagte und die Tage merklich kürzer wurden, stand in Omas Küche eines fest: der Pichelsteiner Eintopf. Für sie war es das Gericht, das nach Herbst roch — nach Erde, Rauch und langen Nachmittagen — und das die Familie wieder zusammenrief. An Wochenenden oder nach einem harten Arbeitstag konnte man die Uhr danach stellen: sobald der Topf kochte, war es Zeit, sich an den Tisch zu setzen.

Oma begann mit dem Fleisch. Rind- und Schweinefleisch schnitt sie in großzügige, mundgerechte Stücke; sie nahm sich Zeit, jedes Stück anzusehen und zu entscheiden, was in den Topf durfte. Die Wurst legte sie erst später dazu — sie sollte nur kurz mitziehen, damit sie ihren Geschmack abgab, aber nicht zerfiel. Dann kam das Gemüse: Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Lauch. Alles wurde gleichmäßig gewürfelt, denn gleichmäßige Stücke gaben ein gleichmäßiges Garen und ein harmonisches Mundgefühl.

Das Schichten im großen Suppentopf war für Oma ein kleiner Akt der Ordnung: zuerst das Fleisch, darauf das Wasser bis zur richtigen Höhe, dann eine ganze Zwiebel, ein Lorbeerblatt und ein paar Pfefferkörner. Der Topf durfte nur leise vor sich hinköcheln — lange genug, damit das Fleisch butterzart wurde und die Brühe sich zu einer warmen, kräftigen Basis entwickelte. Währenddessen rührte sie gelegentlich um, schöpfte den aufsteigenden Schaum ab und schnitt kleine Scheiben von der Wurst bereit — alles mit einer ruhigen Gelassenheit, die man nur bei vielen Jahren Küchenerfahrung findet.

Nach etwa einer Stunde kamen das geschnittene Gemüse und die Wurst hinzu. Nun durfte alles zusammen fertig ziehen: die Kartoffeln weichten, die Möhren gaben ihre Süße, der Sellerie und Lauch rundeten die Aromen ab. Kurz vor dem Servieren schmeckte Oma mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Majoran ab — nicht zu viel, nur so viel, dass der Eintopf seinen vertrauten, herzhaften Charakter erhielt.
 
 
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