Bildkarte: Alle Wege führen nach Rom
Redensarten-Bildkärtchen (Alle Wege führen nach Rom)
Information zur Umsetzung:
Diese
Kärtchen zeigen auf der Vorderseite eine Redensart bildlich dargestellt
und zusätzlich ein kleines Umschreibungsrätsel. Die Teilnehmenden
dürfen raten, welche Redewendung gemeint ist. Auf der Rückseite finden
Sie eine kurze Erklärung zur Bedeutung und — sofern bekannt — zur
Herkunft der Redewendung sowie Gesprächsfragen zur Anregung und eine
konkrete Aktivierungsidee.So setzen Sie die Kärtchen ein
- Drucken und laminieren Sie die Karten vorab.
- Zeigen Sie eine Karte (Vorderseite) und fragen Sie kurz: Welche Redewendung ist gemeint?
- Lassen Sie Kommentare und Assoziationen zu — häufig entstehen die Gesprächsfragen von selbst.
- Lesen Sie bei Bedarf das Umschreibungsrätsel vor oder geben Sie einen Hinweis, damit die Teilnehmenden die Redewendung erraten können.
- Anschließend die Karte umdrehen: Lesen Sie die Erklärung (Bedeutung/Herkunft) vor und nutzen Sie die Gesprächsfragen oder die Aktivierungsidee für ein kurzes, anschließendes Gespräch oder eine Aufgabe.
Hinweise zur Gestaltung und Zielgruppe
- Die Kärtchen sind als Kurzaktivierung gedacht — ideal in Kombination mit 4–5 unterschiedlichen Bildern, damit die Aktivierung kurz bleibt und die Teilnehmenden nicht überfordert werden.
- Besonders geeignet für Menschen mit Demenz, aber ebenso für alle anderen, die Freude an Bildbetrachtung und Austausch haben.
- Viele der Gesprächsfragen treten ganz natürlich auf; oft benötigen Sie kaum zusätzliche Anleitung.
Zur Herkunft der Bilder
Die Redensarten-Bildkärtchen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. KI-Bilder können manchmal etwas unheimlich oder unecht wirken — das ist eine berechtigte Kritik. Allerdings gibt es kaum urheberrechtsfreie Redensartenbilder in dieser Menge, weshalb der Einsatz von KI-Bildern hier pragmatisch gewählt wurde.
Viel Freude beim Aktivieren, Erinnern und Erzählen!
Bildkarte: Alle Wege führen nach Rom
Bedeutung: Mit der Redewendung möchte man sagen, dass es viele verschiedene Wege oder Methoden gibt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen — es ist nicht nur eine einzige „richtige“ Lösung möglich.Antikes Straßennetz und das Miliarium Aureum
Der Ursprung der Redensart wird oft mit dem römischen Straßenbau in Verbindung gebracht:
Das Römische Reich verfügte über ein weitreichendes Straßennetz, und tatsächlich führten viele wichtige Straßen nach Rom, weil die Stadt ein zentrales Macht- und Verkehrszentrum war. Außerdem ließ Kaiser Augustus eine vergoldete Bronze-Säule (das sogenannte Milliarium Aureum) auf dem Forum Romanum errichten, auf der Entfernungen vieler Provinzhauptstädte zu Rom eingemeißelt waren — das verstärkte die Vorstellung, dass sämtliche Wege zu eben diesem Mittelpunkt führen.
Mittelalterliche und kirchliche Interpretation
Im Mittelalter wurde die Redensart auch im religiösen Kontext verwendet, insbesondere mit Blick auf die katholische Kirche: Der lateinische Gelehrte Alanus de Insulis formulierte im „Liber Parabolarum“ die Zeile „Mille viae ducunt hominem … Romam“ („Tausend Wege führen die Menschen nach Rom“) – damit meinte er nicht primär die antiken Straßen, sondern das Papsttum in Rom als geistiges Zentrum.
In diesem Sinne konnte „Rom“ auch symbolisch stehen für die Autorität des Heiligen Stuhls, sodass die Redensart ausdrückt, dass unabhängig vom gewählten Weg das entscheidende Urteil oder Ziel beim Papst liegt.
Fragen zur Gesprächsanregung:
Was bedeutet für Sie persönlich „Alle Wege führen nach Rom“?
Können Sie an eine Situation denken, in der mehrere Lösungen zum gleichen Ergebnis führten?
Haben Sie Erinnerungen an Reisen, bei denen der Weg selbst wichtig wurde?
Welche „Wege“ im Leben haben Sie besonders geprägt — Ausbildung, Beruf, Freundschaften?
Kennen Sie andere Sprichwörter, die dasselbe aussagen?
Wie würden Sie einem Kind erklären, dass es mehrere richtige Lösungen geben kann?
Haben Sie jemals einen Umweg gerät — und waren Sie am Ende froh darüber?
Aktivierungsidee
In einer Sinnesübung bringen verschiedene Gerüche (z. B. Kräuter, Brot oder Kaffee) Erinnerungen an bestimmte Orte oder Reisen hervor; die Teilnehmer benennen, wohin sie diese Düfte in Gedanken führen. Das Riechen ist stark mit Emotionen verknüpft und kann lebhafte, persönliche Erinnerungen an Wege und Orte hervorrufen.
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