Bildkarte: Aller Anfang ist schwer
Redensarten-Bildkärtchen (Aller Anfang ist schwer)
Information zur Umsetzung:
Diese
Kärtchen zeigen auf der Vorderseite eine Redensart bildlich dargestellt
und zusätzlich ein kleines Umschreibungsrätsel. Die Teilnehmenden
dürfen raten, welche Redewendung gemeint ist. Auf der Rückseite finden
Sie eine kurze Erklärung zur Bedeutung und — sofern bekannt — zur
Herkunft der Redewendung sowie Gesprächsfragen zur Anregung und eine
konkrete Aktivierungsidee.So setzen Sie die Kärtchen ein
- Drucken und laminieren Sie die Karten vorab.
- Zeigen Sie eine Karte (Vorderseite) und fragen Sie kurz: Welche Redewendung ist gemeint?
- Lassen Sie Kommentare und Assoziationen zu — häufig entstehen die Gesprächsfragen von selbst.
- Lesen Sie bei Bedarf das Umschreibungsrätsel vor oder geben Sie einen Hinweis, damit die Teilnehmenden die Redewendung erraten können.
- Anschließend die Karte umdrehen: Lesen Sie die Erklärung (Bedeutung/Herkunft) vor und nutzen Sie die Gesprächsfragen oder die Aktivierungsidee für ein kurzes, anschließendes Gespräch oder eine Aufgabe.
Hinweise zur Gestaltung und Zielgruppe
- Die Kärtchen sind als Kurzaktivierung gedacht — ideal in Kombination mit 4–5 unterschiedlichen Bildern, damit die Aktivierung kurz bleibt und die Teilnehmenden nicht überfordert werden.
- Besonders geeignet für Menschen mit Demenz, aber ebenso für alle anderen, die Freude an Bildbetrachtung und Austausch haben.
- Viele der Gesprächsfragen treten ganz natürlich auf; oft benötigen Sie kaum zusätzliche Anleitung.
Zur Herkunft der Bilder
Die Redensarten-Bildkärtchen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. KI-Bilder können manchmal etwas unheimlich oder unecht wirken — das ist eine berechtigte Kritik. Allerdings gibt es kaum urheberrechtsfreie Redensartenbilder in dieser Menge, weshalb der Einsatz von KI-Bildern hier pragmatisch gewählt wurde.
Viel Freude beim Aktivieren, Erinnern und Erzählen!
Bildkarte: Aller Anfang ist schwer
Möglicher UrsprungEine eindeutige Person als Urheber gibt es nicht, denn das Sprichwort ist sehr alt und weit verbreitet; seine Idee lässt sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen, wo Hesiod in seinem Werk „Werke und Tage“ den Gedanken formulierte, dass der Anfang entscheidend und nicht einfach ist. Auch römische Schriftsteller wie Vergil brachten ähnliche Gedanken zum Ausdruck, was die allgemeine Lebensweisheit gut unterstreicht.
Verwendung und Verbreitung
Das Sprichwort wird bis heute häufig gebraucht, um Menschen zu ermutigen und daran zu erinnern, dass anfängliche Schwierigkeiten normal sind – es signalisiert: Wenn du am Anfang bleibst, wird es mit der Zeit leichter.
Interessanter Aspekt: Wellerismus
In der Sprichwort Forschung taucht „Aller Anfang ist schwer“ manchmal in sogenannten Wellerismen auf – das sind Sprichwörter, die mit einer überraschenden oder ironischen Ergänzung verbunden werden. Ein typisches Beispiel lautet: ‚Aller Anfang ist schwer‘, sagte der Dieb, da stahl er einen Amboss.
Fragen zur Gesprächsanregung:
Was bedeutet für Sie „Aller Anfang ist schwer“ — tröstet es oder ärgert es Sie?
Können Sie sich an einen Anfang erinnern, der besonders schwierig war?
Glauben Sie, dass es heute Anfänge gibt, die leichter sind als früher?
Haben Sie ein persönliches Ritual, das Ihnen beim Start hilft?
Was sagen Sie zu jemandem, der vor etwas Neuem Angst hat?
Welche Rolle spielt Geduld in Ihrem Alltag?
Wie würden Sie einem jungen Menschen Mut machen, etwas Neues zu beginnen?
Aktivierungsidee
Eine Sinnesübung verbindet Anfang und Erinnerung: Die Leiterin zeigt mehrere vertraute Alltagsgegenstände (z. B. Nähnadeln, Kochlöffel, Schreibfeder) und fragt, wie es war, als man sie zum ersten Mal benutzt hat; die Gruppe beschreibt Empfindungen und erste Erfahrungen. Das Riechen, Fühlen oder Benennen weckt Erinnerungsbilder und regt zum Erzählen an.
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