Bildkarte: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei

Redensarten-Bildkärtchen (Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei)

Information zur Umsetzung:
Diese Kärtchen zeigen auf der Vorderseite eine Redensart bildlich dargestellt und zusätzlich ein kleines Umschreibungsrätsel. Die Teilnehmenden dürfen raten, welche Redewendung gemeint ist. Auf der Rückseite finden Sie eine kurze Erklärung zur Bedeutung und — sofern bekannt — zur Herkunft der Redewendung sowie Gesprächsfragen zur Anregung und eine konkrete Aktivierungsidee.

So setzen Sie die Kärtchen ein
  • Drucken und laminieren Sie die Karten vorab.
  • Zeigen Sie eine Karte (Vorderseite) und fragen Sie kurz: Welche Redewendung ist gemeint?
  • Lassen Sie Kommentare und Assoziationen zu — häufig entstehen die Gesprächsfragen von selbst.
  • Lesen Sie bei Bedarf das Umschreibungsrätsel vor oder geben Sie einen Hinweis, damit die Teilnehmenden die Redewendung erraten können.
  • Anschließend die Karte umdrehen: Lesen Sie die Erklärung (Bedeutung/Herkunft) vor und nutzen Sie die Gesprächsfragen oder die Aktivierungsidee für ein kurzes, anschließendes Gespräch oder eine Aufgabe.

Hinweise zur Gestaltung und Zielgruppe
  • Die Kärtchen sind als Kurzaktivierung gedacht — ideal in Kombination mit 4–5 unterschiedlichen Bildern, damit die Aktivierung kurz bleibt und die Teilnehmenden nicht überfordert werden.
  • Besonders geeignet für Menschen mit Demenz, aber ebenso für alle anderen, die Freude an Bildbetrachtung und Austausch haben.
  • Viele der Gesprächsfragen treten ganz natürlich auf; oft benötigen Sie kaum zusätzliche Anleitung.

Zur Herkunft der Bilder
Die Redensarten-Bildkärtchen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. KI-Bilder können manchmal etwas unheimlich oder unecht wirken — das ist eine berechtigte Kritik. Allerdings gibt es kaum urheberrechtsfreie Redensartenbilder in dieser Menge, weshalb der Einsatz von KI-Bildern hier pragmatisch gewählt wurde.

Viel Freude beim Aktivieren, Erinnern und Erzählen!


Bildkarte: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei


 

Bildkarte: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei

Bedeutung: Die Redewendung drückt auf humorvolle Weise aus, dass zwar alles im Leben einmal zu Ende geht — aber im übertragenen Sinn macht die Wurst eine lustige Ausnahme, weil sie wortwörtlich zwei Enden hat. 

Ursprung und Geschichte
Die Redensart lässt sich bis in die Literatur des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen: In der Komödie The Knight of the Burning Pestle von Francis Beaumont (1607) heißt es im Original (sinngemäß): „all things have end … that we call a pudding hath his two“, wobei „pudding“ damals für eine Wurst bzw. Blutwurst stand. Im Deutschen wurde die Redewendung unter anderem durch Walter Scotts Roman Woodstock (deutsche Übersetzung von 1826) bekannt. 

Moderne Verbreitung
Die Redewendung wurde insbesondere durch den Song von Stephan Remmler populär: 1986 veröffentlichte er das Lied „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“, in dem er das Sprichwort thematisiert — seitdem ist der Ausdruck sehr geläufig. 

Interessanter Aspekt
Ein Teil der Beliebtheit liegt auch darin, dass die Redewendung in verschiedenen Kontexten verwendet werden kann: Sie tröstet, wenn etwas zu Ende geht, aber bringt gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit hinein, weil das Bild der Wurst die Aussage auflockert. 


Fragen zur Gesprächsanregung:

Was bedeutet der Satz „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ für Sie — finden Sie ihn lustig oder tröstlich?
Können Sie sich an eine Situation erinnern, in der ein kleines Scherzwort Ihnen geholfen hat, ein Abschied leichter zu nehmen? 
Glauben Sie, dass solche scherzhaften Sprüche schwierige Themen (z. B. Abschied, Verlust) leichter machen? Warum?
Wer in Ihrer Familie hat gerne witzige Redensarten gebraucht — und welche waren das?
Würden Sie diese Redensart einem Kind erklären — und wie würden Sie es tun?  
Haben Sie eine kleine Anekdote über ein „Ende“, das schließlich doch sehr angenehm war?


Aktivierungsidee
Bewegte Erinnerung: Auf ein kurzes Signal stehen alle auf und machen eine kleine Geste des Abschieds (z. B. Hand aufs Herz, Verbeugung, winken) — anschließend erzählt reihum jede Person, welches Ende aus ihrem Leben sich so anfühlte und wie sie damals Abschied nahm. Die Verbindung von Bewegung und Erzählen stärkt Körperwahrnehmung, fördert den Ausdruck und erlaubt, Gefühle auf sichere, spielerische Weise zu teilen.

 
 
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