Tag der gebrauchten Kleidung

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 

 
 
Tag der gebrauchten Kleidung

 

Tag der gebrauchten Kleidung

Der Tag der gebrauchten Kleidung macht auf die Möglichkeit aufmerksam, Kleidung gebraucht zu kaufen, zu tauschen oder weiterzugeben. Der Aktionstag möchte dazu anregen, Kleidungsstücke länger zu nutzen und damit Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig erinnert er an eine Zeit, in der Kleidung häufig repariert, umgenäht, weitergegeben oder innerhalb der Familie aufgetragen wurde.  

 
Modenschau durch die Jahrzehnte
Stellen Sie Kleidungsstücke oder Bilder verschiedener Jahrzehnte zusammen.
Die Teilnehmer überlegen: Wann war diese Kleidung modern?
Anschließend wird über Mode aus der eigenen Jugend gesprochen.
Mögliche Umsetzung - Blogbeitrag: 21 Bilderrätsel - Wann war dieser Look angesagt?
 
Blogbeitrag: 21 Bilderrätsel - Wann war dieser Look angesagt?


 
Der Kleiderschrank von früher
Gemeinsam wird über Kleidung und Mode aus vergangenen Zeiten gesprochen. Die Teilnehmer erinnern sich daran, was sie früher im Alltag, bei der Arbeit oder zu besonderen Anlässen getragen haben und wie sich die Kleidung im Laufe der Zeit verändert hat. Mögliche Fragen:
  • Was trug man früher sonntags oder zu besonderen Anlässen?
  • Welche Kleidung wurde im Alltag getragen?
  • Was war typische Arbeits- oder Berufskleidung?
  • Welche Kleidungsstücke wurden selbst genäht, gestrickt oder gehäkelt?
  • Wurde Kleidung innerhalb der Familie weitergegeben?
  • Welche Kleidungsstücke wurden besonders lange aufgehoben?
  • Was trug man früher bei Hochzeiten oder Familienfeiern?
  • Welche Kleidung war besonders wertvoll oder teuer?
  • Wurde Kleidung repariert und ausgebessert, bevor man sie wegwarf?
  • Welche Kleidungsstücke erinnern Sie besonders an Ihre Kindheit oder Jugend?
 
Kleidung fühlen
Verschiedene Stoffe werden angeboten: Wolle, Baumwolle, Seide, Leinen, Samt, Cord
Die Teilnehmer ertasten die Stoffe und beschreiben ihre Eigenschaften.
Bei bettlägerigen Senioren kann die Aktivierung direkt am Bett durchgeführt werden.

 
Aus alt wird neu – Kreative Upcycling-Werkstatt
Bei dieser Aktivierung werden alte Kleidungsstücke, Stoffreste und ausgediente Textilien kreativ wiederverwendet. Die Teilnehmer können die verschiedenen Stoffe zunächst betrachten, fühlen und nach Farben und Mustern sortieren. Anschließend werden daraus gemeinsam neue, dekorative oder praktische Dinge gestaltet. Dabei können Erinnerungen an frühere Kleidung, Handarbeiten und das Reparieren und Wiederverwenden von Stoffen ausgetauscht werden. Mögliche Ideen und deren Umsetzung:
  • Stoffblumen: Aus alten T-Shirts oder bunten Stoffresten werden Streifen geschnitten oder gerissen, zu einer Blüte zusammengerollt und mit Nadel und Faden, Kleber oder einem Knopf in der Mitte befestigt. Die fertigen Blumen können auf Karten, Geschenkverpackungen oder Zweigen angebracht werden.
  • Stoff-Lesezeichen: Aus alten Hemden, Blusen oder Jeans werden schmale Stoffstreifen geschnitten. Diese können mit Bändern, Knöpfen oder kleinen Stoffresten verziert werden.
  • Kleine Stoffbeutel: Aus alten Stoffresten oder ausgedienten Kleidungsstücken werden einfache Säckchen hergestellt. Die Teilnehmer können Stoffe auswählen und beim Füllen mit Lavendel, getrockneten Kräutern oder Duftblüten helfen.
  • Stoffcollagen: Verschiedene Stoffreste werden nach Farben und Mustern zusammengestellt und auf festen Karton geklebt. Daraus können beispielsweise Blumen, Landschaften, Häuser oder abstrakte Bilder entstehen.
  • Jeans-Upcycling: Alte Jeanshosen werden in kleine Stücke geschnitten. Aus den Hosentaschen können praktische Aufbewahrungstaschen entstehen, die beispielsweise an eine Pinnwand oder einen Stoffbehang befestigt werden.
  • Knopf-Bilder: Alte Knöpfe werden gesammelt und auf Karton oder Leinwand zu Blumen, Bäumen, Herzen oder anderen Motiven angeordnet und aufgeklebt.
  • Stoffkarten: Aus bunten Stoffresten werden einfache Motive ausgeschnitten und auf Karten geklebt. So entstehen individuelle Gruß- oder Geburtstagskarten.
  • Topflappen aus Stoffresten: Stoffreste werden in Streifen geschnitten und zu einem einfachen Muster zusammengesetzt. Die fertigen Stücke können zusammengenäht werden. Teilnehmer, die nicht nähen können, helfen beim Aussuchen und Sortieren der Stoffe.
  • Stoffkranz: Alte Stoffreste werden in Streifen gerissen und um einen einfachen Karton- oder Styroporkranz gebunden. Je nach Jahreszeit kann der Kranz mit passenden Farben gestaltet werden.
  • T-Shirt-Taschen: Aus alten T-Shirts können einfache Einkaufstaschen entstehen. Der untere Rand wird zusammengenäht oder verknotet, die Ärmel werden entfernt und der Halsausschnitt dient als Öffnung.
  • Dekorative Stoffbänder: Lange Stoffreste werden zu Bändern geschnitten und beispielsweise zu einem Zopf geflochten. Daraus können dekorative Bänder für Vasen, Geschenkverpackungen oder Türkränze entstehen.
  • Erinnerungsdecke: Jeder Teilnehmer kann einen Stoffrest auswählen, der an eine bestimmte Zeit oder Erinnerung erinnert. Die einzelnen Stoffstücke werden gesammelt und später zu einer gemeinsamen Erinnerungsdecke zusammengesetzt.
  • Stoff-Schmetterlinge: Aus kleinen Stoffstücken werden Schleifen geformt und in der Mitte mit einem Stück Draht oder einem Band zusammengebunden. Ein kleiner Knopf kann als Körper dienen. Die Schmetterlinge eignen sich als Dekoration.
  • Alte Krawatten neu verwenden: Aus nicht mehr benötigten Krawatten können beispielsweise dekorative Girlanden, Stoffblumen oder ungewöhnliche Wanddekorationen gestaltet werden.
  • Stoff-Memory: Verschiedene Stoffreste werden paarweise zusammengestellt und auf kleine Karten geklebt. Anschließend kann daraus ein einfaches Tast- und Gedächtnisspiel entstehen.
Besonders schön ist es, wenn die Teilnehmer eigene alte Stoffstücke oder Kleidungsstücke mitbringen, die mit einer persönlichen Erinnerung verbunden sind. So wird aus der kreativen Beschäftigung gleichzeitig eine kleine Reise in die Vergangenheit: 
  • Wer hat dieses Kleidungsstück früher getragen?
  • Wann wurde es getragen?
  • Warum wurde es aufgehoben?

 
 

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