Bildkarte: Bei Petrus anklopfen
Redensarten-Bildkärtchen (Bei Petrus anklopfen)
Information zur Umsetzung:
Diese
Kärtchen zeigen auf der Vorderseite eine Redensart bildlich dargestellt
und zusätzlich ein kleines Umschreibungsrätsel. Die Teilnehmenden
dürfen raten, welche Redewendung gemeint ist. Auf der Rückseite finden
Sie eine kurze Erklärung zur Bedeutung und — sofern bekannt — zur
Herkunft der Redewendung sowie Gesprächsfragen zur Anregung und eine
konkrete Aktivierungsidee.So setzen Sie die Kärtchen ein
- Drucken und laminieren Sie die Karten vorab.
- Zeigen Sie eine Karte (Vorderseite) und fragen Sie kurz: Welche Redewendung ist gemeint?
- Lassen Sie Kommentare und Assoziationen zu — häufig entstehen die Gesprächsfragen von selbst.
- Lesen Sie bei Bedarf das Umschreibungsrätsel vor oder geben Sie einen Hinweis, damit die Teilnehmenden die Redewendung erraten können.
- Anschließend die Karte umdrehen: Lesen Sie die Erklärung (Bedeutung/Herkunft) vor und nutzen Sie die Gesprächsfragen oder die Aktivierungsidee für ein kurzes, anschließendes Gespräch oder eine Aufgabe.
Hinweise zur Gestaltung und Zielgruppe
- Die Kärtchen sind als Kurzaktivierung gedacht — ideal in Kombination mit 4–5 unterschiedlichen Bildern, damit die Aktivierung kurz bleibt und die Teilnehmenden nicht überfordert werden.
- Besonders geeignet für Menschen mit Demenz, aber ebenso für alle anderen, die Freude an Bildbetrachtung und Austausch haben.
- Viele der Gesprächsfragen treten ganz natürlich auf; oft benötigen Sie kaum zusätzliche Anleitung.
Zur Herkunft der Bilder
Die Redensarten-Bildkärtchen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. KI-Bilder können manchmal etwas unheimlich oder unecht wirken — das ist eine berechtigte Kritik. Allerdings gibt es kaum urheberrechtsfreie Redensartenbilder in dieser Menge, weshalb der Einsatz von KI-Bildern hier pragmatisch gewählt wurde.
Viel Freude beim Aktivieren, Erinnern und Erzählen!
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Bildkarte: Bei Petrus anklopfen
Ursprung & BedeutungBiblische Vorstellung von Petrus und den Himmelstoren
In der christlichen Tradition wird der Apostel Petrus oft als Wächter der Himmelspforte dargestellt. Er hält symbolisch die Schlüssel zum Himmelreich.
Euphemismus für den Tod
Weil das Anklopfen bei Petrus als symbolischer Übergang in das Jenseits verstanden wird, ist es eine verhüllende, also indirekte, Redewendung für das Sterben.
Kulturelle Verankerung
In vielen Sprichwörter-Sammlungen wird „bei Petrus anklopfen“ als klassischer Euphemismus für den Tod genannt.
Der Ursprung der Vorstellung (Petrus als Hüter der Himmelstür) ist tief in der christlichen Symbolik verwurzelt. Im Volksglauben heißt es, dass Petrus am Himmelstor wacht und über Einlass entscheidet.
Euphemismen im Umgang mit dem Tod
„Bei Petrus anklopfen“ gehört zu einer ganzen Reihe von Redewendungen, die das Sterben indirekt umschreiben – z. B. „in die ewigen Jagdgründe eingehen“ oder „das Zeitliche segnen“.
Fragen zur Gesprächsanregung:
Erinnern Sie sich an einen Moment, in dem Sie dem Tod besonders nah waren?
Haben Sie einmal einen Abschied erlebt, der Sie sehr bewegt hat?
Welche Rituale gab es in Ihrer Familie bei Todesfällen?
Können Sie von einem Menschen erzählen, der sehr friedlich gestorben ist?
Was bedeutet für Sie ein „guter Abschied“?
Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod oder an eine Art „Himmelstor“?
Wie haben Sie gelernt, mit Verlusten umzugehen?
Aktivierungsidee
In einer Klangrunde imitieren oder erinnern die Senioren an verschiedene Glockentöne und erzählen, welche Ereignisse (Geburt, Hochzeit, Abschied) sie damit verbinden. Jedes Glockenbild ruft persönliche Geschichten hervor, die reihum geteilt werden. So verknüpfen sich akustische Sinneserinnerungen mit persönlichen Erlebnissen und sozialem Austausch.
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