Demenz-Wissen-Frage: Wodurch entsteht eine Demenz?

Demenz entsteht durch Schädigungen oder den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn. Dadurch können Informationen nicht mehr richtig verarbeitet und weitergeleitet werden. Die Folgen sind Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, des Denkens, der Sprache, der Orientierung und anderer geistiger Fähigkeiten.

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Demenz. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz, bei der sich krankhafte Eiweißablagerungen im Gehirn bilden. Diese führen dazu, dass Nervenzellen nach und nach ihre Funktion verlieren und schließlich absterben.

Eine weitere häufige Form ist die vaskuläre Demenz. Sie entsteht durch Durchblutungsstörungen des Gehirns, beispielsweise infolge eines Schlaganfalls oder durch Schädigungen kleiner Blutgefäße. Dadurch erhalten bestimmte Hirnregionen nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe.

Neben diesen Formen gibt es weitere Demenzerkrankungen, wie die Lewy-Körper-Demenz oder die frontotemporale Demenz. Sie unterscheiden sich in ihren Ursachen, Symptomen und ihrem Verlauf.

Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Dennoch ist Demenz keine normale Folge des Alterns. Viele ältere Menschen bleiben bis ins hohe Lebensalter geistig fit.

Neben dem Alter können verschiedene Risikofaktoren die Entstehung einer Demenz begünstigen. Dazu gehören unter anderem:
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Hohe Cholesterinwerte
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Starkes Übergewicht
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Soziale Isolation
  • Depressionen, insbesondere im höheren Lebensalter
  • Hörverlust, wenn dieser unbehandelt bleibt

Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung, geistiger Aktivität und der Behandlung bestehender Erkrankungen kann dazu beitragen, das Risiko einer Demenz zu verringern.

Es gibt außerdem Erkrankungen, die demenzähnliche Beschwerden verursachen können, ohne dass eine Demenz vorliegt. Dazu zählen beispielsweise Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Depressionen. Diese Ursachen sind teilweise behandelbar oder sogar vollständig rückgängig zu machen. Deshalb sollte eine Abklärung der Beschwerden immer durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen.

Kurz zusammengefasst:
Demenz entsteht durch Schädigungen von Nervenzellen im Gehirn. Die häufigsten Ursachen sind die Alzheimer-Erkrankung und Durchblutungsstörungen des Gehirns. Das Alter erhöht zwar das Risiko, Demenz ist jedoch keine normale Alterserscheinung. Eine gesunde Lebensweise und die Behandlung von Risikofaktoren können dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken.

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