Max & Moritz - Erster Streich - Bilderbingo

Max & Moritz - Erster Streich - Bilderbingo

Information zur Umsetzung: 
Bingo-Geschichten sind eine unterhaltsame Beschäftigung für Senioren. Sie verbinden das Zuhören und Verstehen einer vorgelesenen Geschichte mit dem beliebten Bingo-Spiel. Dabei wird eine Geschichte vorgelesen und immer dann unterbrochen, wenn ein Wort vorkommt, das auf den Bingoscheinen durch ein Bild dargestellt ist. Die Teilnehmer suchen das passende Bild auf ihrem Bingoschein und markieren es. Anschließend wird die Geschichte weiter vorgelesen.

Materialien
  • Bingo-Scheine: Jeder Teilnehmer erhält einen Bingoschein mit 16 Feldern, auf denen verschiedene Gegenstände, Personen, Tiere oder andere Begriffe abgebildet sind.
  •  Bingo-Marker: Zum Markieren der gefundenen Bilder können beispielsweise Plättchen, Spielsteine oder Stifte verwendet werden.
  • Eine Bingo-Geschichte: Eine vorbereitete Geschichte, in der die Begriffe vorkommen, die auf den Bingoscheinen abgebildet sind.
  • Eine vorlesende Person: Sie liest die Geschichte langsam und deutlich vor und unterbricht das Vorlesen, sobald ein gesuchter Begriff genannt wird.
  • Kleine Preise (optional): Für die Gewinner können kleine Aufmerksamkeiten bereitgehalten werden.

Spielanleitung
1. Bingoscheine verteilen: Jeder Teilnehmer erhält einen Bingoschein mit 16 bebilderten Feldern sowie gegebenenfalls passende Markierplättchen.

2. Die Geschichte vorlesen: Die Spielleitung beginnt, die vorbereitete Bingo-Geschichte langsam und deutlich vorzulesen.

3. Bei einem passenden Wort pausieren: Sobald ein Begriff vorgelesen wird, der als Bild auf den Bingoscheinen vorkommt, wird die Geschichte kurz unterbrochen. Die Teilnehmer haben nun Zeit, das passende Bild auf ihrem Bingoschein zu suchen.

4. Das Bild markieren: Wer das passende Bild auf seinem Bingoschein findet, darf es mit einem Plättchen oder einem anderen Marker abdecken. Anschließend wird die Geschichte fortgesetzt.

5. Die Geschichte gemeinsam erleben: Die Spielleitung liest die Geschichte in einem angenehmen Tempo weiter und legt bei jedem weiteren passenden Begriff eine Pause ein. Dabei können die Teilnehmer in Ruhe nach den entsprechenden Bildern suchen. Bei Bedarf kann die Spielleitung Hinweise geben oder die abgebildeten Begriffe gemeinsam mit der Gruppe besprechen.

6. „Bingo!“ rufen: Sobald ein Teilnehmer eine vollständige Reihe aus vier Feldern waagerecht, senkrecht oder diagonal markiert hat, darf er „Bingo!“ rufen. Alternativ kann vereinbart werden, dass das Spiel erst endet, wenn alle 16 Felder markiert sind.

7. Das Bingo überprüfen: Die Spielleitung kontrolliert, ob die markierten Bilder zu den bereits vorgelesenen Begriffen passen. Bei einem richtigen Bingo kann der Teilnehmer als Gewinner ausgezeichnet werden.
Ziel und Nutzen

Die Bingo-Geschichte verbindet Spiel und Unterhaltung auf eine abwechslungsreiche Weise. Sie fördert die Aufmerksamkeit, das Zuhören, die Konzentration und die visuelle Wahrnehmung. Gleichzeitig regt sie die Fantasie an und bietet Gesprächsanlässe, die Erinnerungen wecken und den Austausch innerhalb der Gruppe fördern können.

Wichtig ist, die Geschichte ruhig und deutlich vorzulesen und ausreichend Zeit zum Suchen und Markieren der Bilder zu lassen. So können alle Teilnehmer in ihrem eigenen Tempo mitspielen und gemeinsam Freude an der Geschichte und am Bingo haben.

Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Bingo Runde
Inhalt: 20 Bilder Bingoscheine
Dauer: ca. 20 Minuten
Schwierigkeit: normal


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Max & Moritz - Erster Streich - Bilderbingo

 

Erster Streich – Witwe Bolte
 

Mancher gibt sich viele Müh’
Mit dem lieben Federvieh;

 

Einesteils der Eier wegen,

 

Welche diese Vögel legen,
Zweitens: weil man dann und wann
Einen Braten essen kann;

 

Drittens aber nimmt man auch
Ihre Federn zum Gebrauch
In die Kissen und die Pfühle,
Denn man liegt nicht gerne kühle. –
Seht, da ist die Witwe Bolte,
Die das auch nicht gerne wollte.
Ihrer Hühner waren drei
Und ein stolzer Hahn dabei. –
Max und Moritz dachten nun:
Was ist hier jetzt wohl zu tun? –
– Ganz geschwinde, eins, zwei, drei,
Schneiden sie sich Brot entzwei,
In vier Teile, jedes Stück
Wie ein kleiner Finger dick.
Diese binden sie an Fäden,
Übers Kreuz, ein Stück an jeden,
Und verlegen sie, genau
In den Hof der guten Frau. –
Kaum hat dies der Hahn gesehen,
Fängt er auch schon an zu krähen:
Kikeriki! Kikikerikih!! –
Tak tak tak! – da kommen sie.
Hahn und Hühner schlucken munter
Jedes ein Stück Brot hinunter;
Aber als sie sich besinnen,
Konnte keines recht von hinnen.
In die Kreuz und in die Quer
Reißen sie sich hin und her,
Flattern auf und in die Höh’,
Ach herrje, herrjemine!
Ach, sie bleiben an dem langen
Dürren Ast des Baumes hangen. –
– Und ihr Hals wird lang und länger,
Ihr Gesang wird bang und bänger;
Jedes legt noch schnell ein Ei,
Und dann kommt der Tod herbei. –
Witwe Bolte, in der Kammer,
Hört im Bette diesen Jammer;
Ahnungsvoll tritt sie heraus:
Ach, was war das für ein Graus!
„Fließet aus dem Aug’, ihr Tränen!
All mein Hoffen, all mein Sehnen,
Meines Lebens schönster Traum
Hängt an diesem Apfelbaum!“
Tiefbetrübt und sorgenschwer
Kriegt sie jetzt das Messer her;
Nimmt die Toten von den Strängen,
Daß sie so nicht länger hängen,
Und mit stummem Trauerblick
Kehrt sie in ihr Haus zurück. –

Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.


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