Tag der Schoko-Kirsche

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 

Tag der Schoko-Kirsche

 

Tag der Schoko-Kirsche

Der Tag der Schoko-Kirsche (englisch National Chocolate Covered Cherry Day) findet jedes Jahr am 3. Januar statt. Es handelt sich um einen inoffiziellen US-amerikanischen Aktionstag, der schokoladenüberzogene Kirschen als süße Spezialität feiert. 

Seit wann? - Der genaue Ursprung des Aktionstags ist unbekannt. Er ist jedoch spätestens seit den frühen 2000er-Jahren in amerikanischen Kalendern für kulinarische Aktionstage dokumentiert. 

Warum gibt es ihn? - Der Tag soll dazu einladen, die Kombination aus süßen Kirschen und Schokolade zu genießen und die beliebte Süßigkeit zu feiern.

Was sind Schoko-Kirschen? - Dabei handelt es sich um Kirschen, die mit Schokolade überzogen sind. Manche Varianten enthalten zusätzlich eine süße Cremefüllung oder eine flüssige Füllung mit Kirschlikör. Alkoholfreie Varianten sind ebenfalls weit verbreitet. 

Seit wann gibt es die Süßigkeit? - Schokolierte Kirschpralinen haben eine lange Geschichte. In den USA begann die größere kommerzielle Herstellung von Schoko-Kirschen im frühen 20. Jahrhundert. 1929 brachte Cella's Confections eine solche Süßigkeit in größerem Maßstab auf den Markt. 

Warum am 3. Januar? - Ein genauer Grund für die Wahl des Datums ist nicht bekannt. 

Was kann man an diesem Tag machen? - Man kann Schoko-Kirschen naschen, selbst Kirschen in Schokolade tauchen oder Pralinen mit verschiedenen Schokoladensorten ausprobieren.

 
 
Sinnesrunde - Schokolade & Kirsche
Eine kleine Sinnesstation eignet sich besonders gut als Einstieg in den Aktionstag.
Sehen: Braune Schokolade, rote Kirschen, Schokoladenverpackungen oder Bilder von Kirschbäumen betrachten. Gemeinsam Farben und Formen beschreiben.
Riechen: An Schokolade, Kakao, Vanille, Kirschsaft oder Kirschtee riechen lassen.
Fragen: Woran erinnert Sie dieser Duft? oder Mögen Sie den Geruch von Schokolade?
Fühlen: Schokoladenverpackungen, Kirschen, Kirschkerne und verschiedene Materialien ertasten. Eine kleine Tastbox kann daraus entstehen.
Hören: Das Knacken einer Schokoladenpackung, das Öffnen eines Bonbonpapiers oder das Rühren in einer Schüssel bewusst wahrnehmen. Dazu passen Lieder aus früheren Jahrzehnten.
Schmecken: Ein kleines Stück Schokolade, eine Kirsche, Kirschsaft oder ein Mini-Dessert probieren. Unterschiedliche Geschmäcker miteinander vergleichen.

 
Kreativangebot - Kirschbaum im Winter
Ein gemeinsames Bild kann aus Fingerabdrücken oder kleinen roten Papierkreisen entstehen.
Material: Papier, Fingerfarben oder Stifte, braunes Papier, rote Farbe/Papierkreise.
Ein großer Baum wird gemeinsam gestaltet. Der Stamm und die Äste können vorbereitet werden. Die roten Kirschen werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ergänzt.
Für Personen mit eingeschränkter Feinmotorik können größere Schwämmchen oder Stempel eingesetzt werden.

 
Kreativangebot - Pralinen gestalten
Fertig gekaufte kleine Schokoladenpralinen oder einfache selbst hergestellte Kugeln werden dekoriert.
Mögliche Dekoration:
  • Schokostreusel
  • Kokos
  • gehackte Nüsse
  • getrocknete Kirschen
Besonders geeignet für kleinere Gruppen oder Einzelbetreuung.
Zusatzidee: Jede Person darf ihrer Praline einen Namen geben.

 
Backen: Unser Schoko-Kirsch-Kuchen
Ein einfacher Kuchen bietet viele Möglichkeiten zur Beteiligung.
Je nach Fähigkeit können einzelne Tätigkeiten übernommen werden:
  • Zutaten abwiegen
  • Mehl sieben
  • Eier aufschlagen
  • Teig rühren
  • Kirschen abzählen
  • Schokolade kleinbrechen
  • Kuchen dekorieren
Auch Menschen mit stärkerer körperlicher oder kognitiver Einschränkung können eingebunden werden, beispielsweise durch das Riechen an den Zutaten oder das gemeinsame Betrachten.
Beispiel-Rezept von YouTube
 

 
 
Wortfindung - Was gehört zum Thema?
Ein Wort wird vorgegeben: KIRSCHEN
Die Gruppe sammelt passende Begriffe: Kirschbaum, Kirschsaft, Kirschkuchen, Kirschmarmelade, Kirschkern, Kirschkompott, Kirschtorte, Kirschlikör, Kirschgarten
Anschließend können die Begriffe für ein Gespräch genutzt werden.

 
Früher & heute – Erinnerungsrunde
Das Thema wird mit persönlichen Erinnerungen verbunden.
Mögliche Fragen:
  • Haben Sie als Kind gerne Kirschen gegessen?
  • Gab es bei Ihnen einen Kirschbaum im Garten?
  • Haben Sie als Kind Kirschen vom Baum gepflückt?
  • Wer hat zu Hause Kuchen gebacken?
  • Welche Süßigkeiten gab es früher?
  • Was war Ihre Lieblingsschokolade?
  • Welche Süßigkeit haben Sie sich manchmal vom Taschengeld gekauft?
  • Gab es einen besonderen Kuchen zu Geburtstagen oder Feiertagen?

 
Bewegungsspiel - Kirschenernte
Die Aktivität kann im Sitzen oder Stehen durchgeführt werden.
Die Betreuungskraft gibt Bewegungen vor:
  • Kirschen pflücken – Arme nach oben strecken
  • Kirschen in den Korb legen – Arme nach unten führen
  • Schokolade umrühren – kreisende Armbewegungen
  • Kuchen rühren – große Rührbewegungen
  • Kirsche naschen – Hand zum Mund führen
Dazu kann eine Geschichte erzählt werden: Wir gehen heute in den Kirschgarten. Wir schauen nach oben … dort hängen viele Kirschen … wir pflücken eine nach der anderen … legen sie in unseren Korb … und zum Schluss essen wir ein kleines Stück Schokolade.
Das eignet sich hervorragend für eine Sitzgymnastik-Gruppe.
 
 
Duftmemory
Mehrere kleine Gefäße werden vorbereitet, beispielsweise mit: Kakao, Vanille, Kaffee, Zimt, Kirsche/Kirschsaft, Kokos
Die Teilnehmer riechen an den Dosen und versuchen, die Düfte zu erkennen.

 
Tastspiel - Was ist in der Schachtel?
In eine blickdichte Box kommen unterschiedliche Gegenstände: verpackte Schokolade, Kirsche, Löffel, Backförmchen, Schneebesen, Serviette, Kirschkern
Die Gegenstände werden ertastet und erraten.

 
Fensterbank-Aktion - Ein Kirschzweig für den Winter
Kirschzweige können gemeinsam dekoriert werden.
Möglich sind kleine Papierkirschen, Schleifen oder selbst gebastelte Schokoladenanhänger.
So entsteht eine winterliche Dekoration für den Wohnbereich.

 
Für Menschen mit Bettlägerigkeit: Schoko-Kirsch-Moment
Auch im Bett lässt sich der Aktionstag individuell gestalten.
Eine kleine persönliche Sinneseinheit kann beinhalten:
  • Schokolade anschauen
  • Kirschduft wahrnehmen
  • eine Kirsche oder ein geeignetes kleines Probierstück anbieten
  • vertraute Musik hören
  • eine Kirschblüte oder einen Zweig betrachten
  • Bilder von Kirschbäumen ansehen
  • über frühere Kuchen und Süßigkeiten sprechen
Besonders schön ist es, die Einheit ruhig und nicht zu überladen zu gestalten.
Beispiel für die Einzelansprache: „Heute dreht sich alles um Schokolade und Kirschen. Ich habe etwas mitgebracht, das vielleicht eine Erinnerung weckt. Schauen Sie einmal … Was fällt Ihnen dazu ein?

 
Wahrnehmung: Schokolade in Worten
Die Teilnehmenden bekommen ein Stück Schokolade und beschreiben gemeinsam:
Wie sieht sie aus?
Wie fühlt sie sich an?
Wie riecht sie?
Wie klingt es, wenn man sie bricht?
Wie schmeckt sie?
Anschließend dasselbe mit einer Kirsche. Das Ergebnis kann auf einem großen Plakat gesammelt werden.
Beispiele:
Schokolade: süß, weich, cremig, knackig, aromatisch
Kirsche: rot, saftig, rund, süß, fruchtig

 
Schoko-Kirsch-Quiz - Wer weiß es noch?
Mögliche Fragen:
  • Welche Kirsche eignet sich besser für Schwarzwälder Kirschtorte: Süßkirsche oder Sauerkirsche? – Klassischerweise werden Sauerkirschen verwendet.
  • Was genau macht die Schwarzwälder Kirschtorte eigentlich „schwarzwälderisch“? – Das Kirschwasser, das traditionell aus Schwarzwälder Kirschen hergestellt wird und der Torte ihren charakteristischen Geschmack gibt.
  • Was ist der Unterschied zwischen Kirschsaft, Kirschnektar und Kirschwasser? – Kirschsaft ist Fruchtsaft, Kirschnektar enthält meist zusätzlich Wasser und/oder Zucker, Kirschwasser ist ein hochprozentiger Obstbrand.
  • Warum schmeckt Zartbitterschokolade bitterer als Vollmilchschokolade? – Sie enthält mehr Kakaomasse und meist weniger Zucker und Milchbestandteile.
  • Was ist bei weißer Schokolade eigentlich „Schokolade“ – Kakao oder Kakaobutter? – Vor allem Kakaobutter. Die dunkle Kakaomasse fehlt.
  • Was passiert mit Kakaobohnen, bevor daraus Schokolade wird? – Sie werden unter anderem fermentiert, getrocknet, geröstet und anschließend weiterverarbeitet.
  • Welche Frucht wird bei der Herstellung von Kirschwasser nicht einfach gepresst, sondern vergoren? – Kirschen; daraus entsteht zunächst eine Maische, die anschließend destilliert wird.
  • Was ist der größere Aromagegensatz: Süßkirsche und Vollmilchschokolade oder Sauerkirsche und Zartbitterschokolade? – Sauerkirsche und Zartbitterschokolade, weil Säure und Bitterkeit stärker miteinander kontrastieren.
  • Warum passt Schokolade geschmacklich so gut zu Kirschen? – Die fruchtige Säure und Süße der Kirsche bilden einen starken Kontrast zu den röstigen, bitteren und intensiven Kakaonoten.
  • Welche berühmte österreichische Torte besteht traditionell aus Schokolade und Marillen, nicht aus Kirschen? – Sachertorte.
  • Was ist eine Praline eigentlich genau? – Im klassischen Sinn eine gefüllte Schokoladenspezialität; der Begriff wird heute allerdings sehr unterschiedlich verwendet.
  • Was bezeichnet man als „Couverture“? – Eine besonders geeignete Schokolade zum Überziehen und Verarbeiten, die einen höheren Anteil an Kakaobutter enthält.
  • Welche Kirsche landet besonders häufig im Cocktailglas und ist oft kandiert? – Die Cocktailkirsche, häufig als Maraschino-Kirsche bezeichnet.
  • Was wird aus Kakaobohnen gewonnen, das später in vielen Süßwaren steckt, obwohl es gar nicht braun ist? – Kakaobutter.
  • Was ist bei einer Schokoladenverkostung wichtiger als einfach nur „süß“? – Zum Beispiel Aroma, Säure, Bitterkeit, Schmelz, Konsistenz und Länge des Geschmacks.
  • Schätzfrage: Wie viel Kakao kann eine sehr dunkle Schokolade enthalten – 50 %, 70 % oder sogar über 90 %? – Auch über 90 %.
  • Fangfrage: Ist 80-prozentige Schokolade automatisch doppelt so bitter wie 40-prozentige? – Nein. Der Kakaoanteil allein bestimmt nicht exakt, wie bitter eine Schokolade schmeckt.
  • Was hat mehr mit Chemie zu tun, als man bei Schokolade vermuten würde: das Schmelzen oder das Temperieren? – Das Temperieren. Dabei wird die Kakaobutter gezielt kristallisiert, damit die Schokolade später glänzt und sauber bricht.
  • Warum knackt gut temperierte Schokolade beim Brechen? – Wegen der stabilen Kristallstruktur der Kakaobutter.
  • Welche Kombination klingt ungewöhnlicher, funktioniert geschmacklich aber sehr gut: Kirsche mit Schokolade oder Kirsche mit Pfeffer? – Beide funktionieren, gerade Kirsche mit schwarzem Pfeffer kann überraschend gut harmonieren.
  • Und zum Schluss eine etwas gemeine Frage: Was ist älter – Schokolade oder Schwarzwälder Kirschtorte? – Schokolade. Die Geschichte der Schokolade reicht deutlich weiter zurück als die der Schwarzwälder Kirschtorte.
Hinweise in Blog gibt es eine große Auswahl von Rätselfragen zu allerlei Themen - Rubrik: Rätselfragen

 
 
 
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