10 Minuten Aktivierung: Besen

10 Minuten Aktivierung: Besen

Information zur Umsetzung:   
Eine 10-Minuten-Aktivierung ist eine kurze, alltagsnahe Beschäftigung für Senioren und Menschen mit Demenz. Im Mittelpunkt stehen vertraute Themen, Erinnerungen und die Anregung der Sinne. 
 
Durch gezielte Fragen, Gespräche und kleine Impulse werden vorhandene Fähigkeiten gefördert, ohne die Teilnehmer zu überfordern. Bereits wenige Minuten gemeinsamer Aktivierung können Freude bereiten, das Wohlbefinden steigern und soziale Kontakte stärken.

 
Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht 

 
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10 Minuten Aktivierung: Besen

 
 

Aktivierungen zum Thema - Besen

Einführung zum Thema
Ein Besen ist ein traditionelles Haushalts- und Arbeitsgerät, das zum Kehren von Böden, Höfen, Wegen und anderen Flächen verwendet wird. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Besenarten, beispielsweise Handbesen, Straßenbesen, Reisigbesen oder weiche Innenraumbesen.
Der Besen gehört zu den Gegenständen, die viele Menschen aus ihrem früheren Alltag kennen. Früher wurde regelmäßig von Hand gekehrt, beispielsweise in der Küche, im Hof, im Stall oder vor dem Haus. Auch in Handwerk, Landwirtschaft und Straßenreinigung spielten Besen eine wichtige Rolle.


Materialliste
Handbesen
Straßenbesen
weicher Innenraumbesen
alter Reisigbesen
Kehrschaufel
verschiedene Besenstiele
Naturborsten und Kunststoffborsten
kleine Menge ungefährlicher Materialien zum Kehren, z. B. Papierstreifen oder trockene Blätter
flaches Tablett
Handtuch
Bilder verschiedener Besen
Bilder von früheren Haushalten
Papier
Buntstifte und Filzstifte
Schere und Kleber
kleine Kisten oder Behälter
Stoffbeutel
eventuell ein kleiner Teppich


Fragen für den Erzählteil
Wer hat früher bei Ihnen zu Hause gekehrt?
Welche Arten von Besen hatten Sie früher?
Mussten Sie als Kind beim Haushalt mithelfen?
Haben Sie früher auch Hof oder Gehweg gekehrt?
Erinnern Sie sich an einen alten Reisigbesen?
Gab es bei Ihnen eine feste Hausarbeit, die Sie regelmäßig übernehmen mussten?
Haben Sie früher lieber gekehrt oder andere Arbeiten im Haushalt gemacht?
Wurde bei Ihnen zu Hause täglich oder nur bei Bedarf gekehrt?
Kennen Sie einen Beruf, bei dem ein Besen häufig verwendet wird?
Was war früher im Haushalt anders als heute?


Praxisbeispiele für die Sinne
Sehen – visueller Sinn
Besenarten unterscheiden
Idee: Handbesen, Straßenbesen und weichen Innenraumbesen nebeneinander zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, welcher Besen für welche Aufgabe geeignet ist.

Welche Fläche passt?
Idee: Bilder von Küche, Hof, Straße, Teppich und Garten auslegen.
Anwendung: Die passenden Besenarten den jeweiligen Flächen zuordnen.

Besen früher und heute
Idee: Einen traditionellen Reisigbesen und einen modernen Haushaltsbesen zeigen.
Anwendung: Unterschiede bei Material, Form und Herstellung entdecken.

Borsten anschauen
Idee: Die Besenenden aus der Nähe betrachten.
Anwendung: Unterschiede bei Länge, Dichte und Farbe der Borsten suchen.

Wer benutzt welchen Besen?
Idee: Bilder von Hausmeister, Straßenkehrer, Gärtner und Haushaltsperson zeigen.
Anwendung: Überlegen, welcher Besen zu welcher Tätigkeit passt.

Kehrspuren erkennen
Idee: Bilder verschiedener Bodenflächen mit sichtbaren Kehrspuren zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer suchen die Bereiche, die gerade gekehrt wurden.

Besen-Fehlerbild
Idee: Ein Bild mit einem Besen in einer völlig unpassenden Situation zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer entdecken, was nicht stimmt.

Vom Chaos zur Ordnung
Idee: Zwei Bilder derselben Fläche – einmal ungeordnet, einmal sauber.
Anwendung: Unterschiede entdecken und beschreiben.

Besen-Suchbild
Idee: Ein Bild mit mehreren Haushaltsgegenständen verwenden.
Anwendung: Alle Besen und Kehrutensilien suchen.

Der richtige Besen
Idee: Für verschiedene Situationen einen Besen auswählen.
Anwendung: Zum Beispiel „Küche“, „Laub im Garten“, „Hof“ oder „Werkstatt“.


Hören – auditiver Sinn
Kehren auf verschiedenen Böden
Idee: Das Geräusch eines Besens auf Holz, Stein oder einem anderen geeigneten Untergrund erzeugen.
Anwendung: Die Teilnehmer vergleichen die Geräusche.

Borsten rascheln
Idee: Einen Besen langsam über trockene Papierstreifen bewegen.
Anwendung: Das feine Rascheln bewusst wahrnehmen.

Kehrschaufel hören
Idee: Papierstreifen mit dem Handbesen in eine Kehrschaufel kehren.
Anwendung: Die Geräusche beim Aufnehmen hören.

Besenstiel abstellen
Idee: Verschiedene Besen vorsichtig auf den Boden stellen.
Anwendung: Unterschiede zwischen Holz- und Kunststoffstiel hören.

Reisigbesen hören
Idee: Einen Reisigbesen über einen festen Untergrund bewegen.
Anwendung: Das charakteristische Geräusch beschreiben.

Sauber oder schmutzig?
Idee: Eine Geräuschfolge aus Kehren, Schaufel und Abstellen erzeugen.
Anwendung: Die Teilnehmer erkennen den Arbeitsablauf allein am Hören.

Besengeräusch-Ratespiel
Idee: Hinter einem Sichtschutz mit verschiedenen Besen arbeiten.
Anwendung: Die Teilnehmer erraten anhand des Geräusches den verwendeten Besen.

Arbeitsrhythmus
Idee: Einen gleichmäßigen Rhythmus aus „kehren – sammeln – Schaufel“ erzeugen.
Anwendung: Die Gruppe wiederholt den Rhythmus.

Garten oder Haushalt?
Idee: Verschiedene Kehrgeräusche und passende Geräuschkulissen kombinieren.
Anwendung: Die Teilnehmer entscheiden, wo gerade gearbeitet wird.

Kleine Besen-Geschichte
Idee: Eine Geschichte über einen Haushaltstag erzählen.
Anwendung: Die Teilnehmer ergänzen an passenden Stellen Kehr- und Schaufelgeräusche.


Fühlen – Tastsinn
Naturborsten und Kunststoff
Idee: Verschiedene Besenborsten ertasten.
Anwendung: Weichheit, Härte und Flexibilität vergleichen.

Borstenlänge vergleichen
Idee: Einen kurzen und einen langen Besenbesatz anbieten.
Anwendung: Die Unterschiede mit den Fingern erkunden.

Besenstiele fühlen
Idee: Holz- und Kunststoffstiele vergleichen.
Anwendung: Temperatur, Gewicht und Oberfläche beschreiben.

Reisigbesen ertasten
Idee: Einen kleinen Reisigbesen in die Hand geben.
Anwendung: Die vielen einzelnen Zweige und ihre unregelmäßige Struktur fühlen.

Kehrschaufel ertasten
Idee: Eine Kunststoff- und eine Metallschaufel verwenden.
Anwendung: Material und Gewicht vergleichen.

Borsten von weich nach hart
Idee: Mehrere Besenarten bereitstellen.
Anwendung: Die Teilnehmer ordnen die Besen nach der Härte ihrer Borsten.

Griffformen
Idee: Unterschiedliche Stielenden und Handgriffe ertasten.
Anwendung: Gemeinsam feststellen, welcher Griff besonders bequem wirkt.

Fühlbeutel „Haushalt“
Idee: Handbesen, Kehrschaufel, Lappen und andere ungefährliche Haushaltsgegenstände in einen Beutel geben.
Anwendung: Die Gegenstände nur durch Tasten erkennen.

Borsten über verschiedene Materialien
Idee: Ein Besen über Stoff, Papier und eine feste Unterlage bewegen.
Anwendung: Den unterschiedlichen Widerstand spüren.

Besen richtig halten
Idee: Einen Besenstiel sicher in die Hand nehmen.
Anwendung: Verschiedene Griffpositionen ausprobieren und vergleichen.


Riechen – olfaktorischer Sinn
Beim Besen selbst steht kein starker typischer Geruch im Vordergrund. Deshalb werden die Gerüche von Materialien und Situationen rund ums Kehren verwendet.

Holzstiel riechen
Idee: Einen unbehandelten oder schwach riechenden Holzstiel anbieten.
Anwendung: Den natürlichen Holzgeruch beschreiben.

Reisig riechen
Idee: Einen sauberen, trockenen Reisigbesen als Geruchsimpuls verwenden.
Anwendung: Über Gartenarbeit und Naturmaterialien sprechen.

Frische Erde
Idee: Erde als Geruchsimpuls für einen Gartenbesen einsetzen.
Anwendung: Erinnerungen an Hof und Garten anregen.

Herbstlaub
Idee: Sauberes trockenes Laub riechen lassen.
Anwendung: Über das Kehren von Blättern im Herbst sprechen.

Holz und Reisig vergleichen
Idee: Beide Materialien getrennt riechen lassen.
Anwendung: Unterschiede im Naturgeruch beschreiben.

Garten oder Küche?
Idee: Einen Naturduft und einen neutralen Haushaltsduft anbieten.
Anwendung: Entscheiden, welcher eher zu einem Garten und welcher zu einem Haushalt passt.

Hof-Erinnerung
Idee: Holz- und Erddüfte als Impuls kombinieren.
Anwendung: Über frühere Höfe, Scheunen oder Hausarbeit sprechen.

Herbstgeruch und Besen
Idee: Laubduft mit einem Bild eines kehrenden Menschen verbinden.
Anwendung: Eine typische Herbstsituation beschreiben.

Werkstattgeruch
Idee: Holz als Geruchsimpuls verwenden.
Anwendung: Über die Herstellung von Holzstielen oder traditionelle Handarbeit sprechen.

Mein Lieblings-Arbeitsduft
Idee: Mehrere Natur- und Haushaltsdüfte anbieten.
Anwendung: Jeder wählt den Geruch, der für ihn am angenehmsten wirkt.


Schmecken – gustatorischer Sinn
Der Besen selbst ist selbstverständlich kein Lebensmittel. Der Geschmackssinn wird über typische Situationen rund um Haushalt, Gartenarbeit und Arbeitspausen angesprochen.

Kaffeepause
Idee: Kaffee oder eine geeignete alkoholfreie Alternative anbieten.
Anwendung: Über Pausen bei Haus- oder Gartenarbeit sprechen.

Pausenbrot
Idee: Eine kleine Brotprobe anbieten.
Anwendung: Erinnerungen an Arbeitspausen und Haushaltstage anregen.

Gartenpause
Idee: Eine kleine Obstprobe anbieten.
Anwendung: Über Pausen nach Gartenarbeit oder Hofarbeit sprechen.

Frühstück vor der Hausarbeit
Idee: Eine kleine Frühstücksprobe anbieten.
Anwendung: Über frühere Morgenabläufe und Hausarbeit sprechen.

Süßer Pausensnack
Idee: Eine kleine geeignete Süßigkeit anbieten.
Anwendung: Erzählen lassen, was man sich früher während einer Arbeitspause gegönnt hat.

Erfrischungsgetränk
Idee: Wasser oder ein geeignetes alkoholfreies Getränk anbieten.
Anwendung: Über Gartenarbeit an warmen Tagen sprechen.

Hausarbeit und Kuchen
Idee: Eine kleine Kuchenprobe anbieten.
Anwendung: Über besondere Tage erzählen, an denen Haushalt und Backen zusammengehörten.

Herzhaft oder süß?
Idee: Zwei kleine Pausenproben anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer wählen ihren Favoriten.

Lieblings-Pausenbrot
Idee: Verschiedene belegte Brote oder Zutaten anbieten.
Anwendung: Jeder stellt sich sein früheres Lieblings-Pausenbrot zusammen.

Arbeitstag-Menü
Idee: Die Teilnehmer stellen sich ein Frühstück, Mittagessen und einen Snack für einen Arbeitstag zusammen.
Anwendung: Über frühere Tagesabläufe sprechen.

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