17. August – Tagesimpulse

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden.
 
 
17. August – Tagesimpulse

 

17. August – Zeit für Aktivierung


Tag der Aubergine

Der Tag der Aubergine widmet sich einem vielseitigen Sommergemüse, das in vielen Ländern und Küchen eine wichtige Rolle spielt. Die Aubergine kann gebraten, gegrillt, gefüllt oder als Bestandteil von Aufstrichen und Gemüsegerichten zubereitet werden. Der Aktionstag bietet eine schöne Gelegenheit, die Vielfalt dieses Gemüses kennenzulernen und sich mit saisonaler Ernährung und unterschiedlichen Essgewohnheiten zu beschäftigen.  

 
Auberginen-Küchenwerkstatt
Bringen Sie eine frische Aubergine mit und lassen Sie die Teilnehmer diese zunächst in Ruhe betrachten, anfassen und beschreiben. Gemeinsam wird überlegt: Welche Farbe und Form hat die Aubergine? Wie fühlt sich die Schale an? Ist sie schwer oder leicht? Wie riecht sie? Wer kennt die Aubergine und wer hat sie schon einmal gegessen?
Anschließend wird die Aubergine gemeinsam für ein einfaches Gericht vorbereitet. Die Teilnehmer können – je nach ihren Fähigkeiten – beim Waschen, Schneiden, Würzen und Anrichten mithelfen. Dabei werden Erinnerungen an frühere Kocherfahrungen und bekannte Gemüsegerichte angeregt.
Mögliche Zubereitungen:

  • gebratene Auberginenscheiben mit Kräutern und Knoblauch
  • Auberginenaufstrich oder Auberginencreme
  • selbst gemachtes Baba Ganoush
  • Auberginenröllchen mit Frischkäse oder Kräuterquark
  • gefüllte Auberginen mit Gemüse und Käse
  • Auberginen aus dem Backofen mit Tomaten und Mozzarella
  • Auberginenauflauf
  • Auberginen-Lasagne
  • Ratatouille mit Aubergine, Zucchini, Paprika und Tomaten
  • mediterraner Auberginensalat
  • Auberginen-Tomaten-Gemüse aus der Pfanne
  • gegrillte Auberginenscheiben
  • Auberginenwürfel als Beilage zu Reis oder Couscous
  • Auberginen in Tomatensoße
  • Gemüsepfanne mit Aubergine und weiteren saisonalen Gemüsesorten
Zum Abschluss kann das gemeinsam zubereitete Gericht in einer kleinen Verkostungsrunde probiert werden. Sprechen Sie dabei über den Geschmack und fragen Sie die Teilnehmer, wie ihnen die Aubergine schmeckt, welche Zubereitungsart ihnen am besten gefällt und welches Gemüse sie früher selbst im Garten angebaut haben.

Gemüse-Detektive
Legen Sie verschiedene Gemüsesorten auf einen Tisch, darunter die Aubergine. Die Teilnehmer betrachten die Auswahl einige Minuten. Danach wird ein Gemüse entfernt oder ausgetauscht. Wer entdeckt, was fehlt? Für Menschen mit Demenz kann die Aufgabe vereinfacht werden, indem nur wenige Gemüsesorten verwendet werden. Anschließend darf gemeinsam benannt werden, welches Gemüse auf dem Tisch liegt.
 
Gemüse-Familien-Duell
Teilen Sie die Teilnehmer in zwei Gruppen auf. Abwechselnd erhalten die Gruppen Fragen rund um das Thema Gemüse. Ziel ist es, gemeinsam möglichst viele passende Antworten zu finden. Dabei können die Teilnehmer ihr Wissen einbringen, sich gegenseitig ergänzen und sich an eigene Erfahrungen erinnern.
Als Einstieg eignet sich die Aubergine. Zeigen Sie eine echte Aubergine oder eine Bildkarte und sprechen Sie gemeinsam darüber: Wer kennt die Aubergine? Wie sieht sie aus? Wie wurde sie früher zubereitet? Hat jemand schon einmal Auberginen im eigenen Garten angebaut oder gegessen?
Anschließend beginnt das Gemüse-Familien-Duell:
  • Nennen Sie grünes Gemüse. - Lösungen: Gurke, Brokkoli, Erbsen, Bohnen, Zucchini, Spinat, Mangold, grüner Salat, Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Paprika
  • Nennen Sie Gemüse, das man roh essen kann. - Lösungen: Karotte, Gurke, Paprika, Tomate, Radieschen, Kohlrabi, Sellerie, Fenchel, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli
  • Nennen Sie Gemüse, das man im eigenen Garten anbauen kann. - Lösungen: Tomaten, Gurken, Zucchini, Karotten, Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Salat, Radieschen, Kohlrabi, Kürbis, Zwiebeln
  • Nennen Sie Gemüse, das man einlegen kann. - Lösungen: Gurken, Zwiebeln, Paprika, Kürbis, Bohnen, Karotten, Rote Bete, Blumenkohl, Zucchini, Peperoni
  • Nennen Sie Gemüse, das man für eine Suppe verwenden kann. - Lösungen: Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Lauch, Zwiebeln, Erbsen, Bohnen, Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi
  • Nennen Sie Gemüse, das man grillen kann. - Lösungen: Zucchini, Paprika, Aubergine, Mais, Tomaten, Champignons, Zwiebeln, Spargel, Fenchel
  • Nennen Sie Gemüse, das man kochen kann. - Lösungen: Kartoffeln, Karotten, Brokkoli, Blumenkohl, Erbsen, Bohnen, Kohlrabi, Rosenkohl, Wirsing, Spargel
  • Nennen Sie Gemüse, das unter der Erde wächst. - Lösungen: Kartoffeln, Karotten, Radieschen, Rote Bete, Rettich, Zwiebeln, Knoblauch, Pastinaken, Sellerie
  • Nennen Sie Gemüse, das man für einen Salat verwenden kann. - Lösungen: Gurke, Tomate, Paprika, Karotte, Radieschen, Mais, Zwiebeln, Blattsalat, Rote Bete, Kohl
  • Nennen Sie Gemüse, das verschiedene Farben haben kann. - Lösungen: Paprika, Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, Kürbis, Auberginen
  • Nennen Sie Gemüse, das man im Herbst ernten kann. - Lösungen: Kürbis, Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Kohl, Rosenkohl, Lauch, Sellerie, Wirsing
  • Nennen Sie Gemüse, das man aus der Dose oder dem Glas kennt. - Lösungen: Erbsen, Bohnen, Mais, Karotten, Spargel, Sauerkraut, Rote Bete, Gurken, Tomaten
  • Nennen Sie Gemüse, das man als Beilage zu Kartoffeln oder Fleisch servieren kann. - Lösungen: Erbsen, Karotten, Bohnen, Rotkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Wirsing, Spargel
  • Nennen Sie Gemüse, das eine längliche Form hat. - Lösungen: Gurke, Karotte, Zucchini, Aubergine, Rettich, Lauch, Spargel, Paprika
  • Nennen Sie Gemüse, das man auf einem Bauernmarkt kaufen kann. - Lösungen: Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Kohl, Salat, Kürbis, Paprika, Radieschen, Spargel
  • Nennen Sie Gemüse, das man mit Käse überbacken kann. - Lösungen: Blumenkohl, Brokkoli, Zucchini, Aubergine, Kartoffeln, Lauch, Paprika, Tomaten
  • Nennen Sie Gemüse, das man auf einem Gemüsebeet finden kann. - Lösungen: Salat, Karotten, Radieschen, Kohlrabi, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen, Gurken, Zucchini, Tomaten
Die Fragen können je nach Gruppe durch persönliche Gesprächsimpulse ergänzt werden: „Welches Gemüse haben Sie früher selbst angebaut?“, „Was gab es bei Ihnen aus dem Garten?“ oder „Welches Gemüsegericht haben Sie besonders gerne gekocht?“ So verbindet das Familien-Duell Wissen und Gedächtnistraining mit persönlichen Erinnerungen und Gesprächen.
 
 

Tag des HB-Bleistifts

Der Tag des HB-Bleistifts wird in verschiedenen Kalendern als kurioser Aktionstag geführt, eine eindeutig belegte offizielle Entstehungsgeschichte für den 17. August lässt sich jedoch nicht zuverlässig nachweisen. Inhaltlich eignet sich der Tag dazu, einen der bekanntesten Schreib- und Zeichenstifte in den Mittelpunkt zu stellen. Der Bleistift begleitet Menschen seit Generationen in Schule, Beruf und Alltag – vom Schreiben und Rechnen über das Zeichnen bis hin zum Anfertigen von Notizen und Skizzen. 


Der Bleistift erzählt
Ein einfacher Bleistift wird herumgereicht. Die Teilnehmer erzählen, wenn sie möchten, was sie früher mit Bleistiften gemacht haben. Wurde damit in der Schule geschrieben? Wurden Einkaufslisten, Briefe oder Rechnungen angefertigt? Vielleicht hat jemand früher technische Zeichnungen, Skizzen oder Kreuzworträtsel gemacht. So entsteht eine Gesprächsrunde über Schule, Beruf und Alltag.
 
Bleistift-Bewegung
Bei dieser Aktivierung werden mit einem einfachen Bleistift verschiedene kleine Bewegungs- und Geschicklichkeitsübungen durchgeführt. Die Übungen können im Sitzen oder im Stehen ausgeführt werden und trainieren spielerisch Handbeweglichkeit, Fingerfertigkeit, Koordination, Konzentration und Geschicklichkeit.
Je nach Fähigkeiten der Teilnehmer können die Übungen vereinfacht oder erschwert werden. 
Mögliche Übungen:
  • Handwechsel: Den Bleistift von einer Hand in die andere geben und wieder zurückreichen.
  • Fingerwanderung: Den Bleistift mit den Fingern einer Hand langsam von einem Ende zum anderen „wandern“ lassen.
  • Bleistift drehen: Den Bleistift zwischen Daumen und Zeigefinger drehen.
  • Bleistift rollen: Den Bleistift auf dem Tisch mit einer Hand nach vorne und wieder zurückrollen.
  • Bleistift schieben: Den Bleistift mit einem Finger über den Tisch schieben und an einer bestimmten Stelle stoppen.
  • Bleistift balancieren: Den Bleistift auf der Handfläche oder einem ausgestreckten Finger balancieren.
  • Bleistift übergeben: Den Bleistift hinter dem Rücken von einer Hand in die andere reichen.
  • Bleistift unter dem Tisch: Den Bleistift unter dem Tisch von einer Hand zur anderen übergeben.
  • Finger-Koordination: Den Bleistift abwechselnd mit Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger greifen.
  • Bleistift aufstellen: Den Bleistift auf dem Tisch aufstellen und vorsichtig wieder hinlegen.
  • Bleistift zwischen den Fingern: Den Bleistift zwischen zwei Fingern halten und anschließend langsam zu einem anderen Finger wechseln.
  • Bleistift kreisen: Den Bleistift mit einer Hand in kleinen Kreisen über den Tisch bewegen.
  • Bleistift weiterreichen: Mehrere Teilnehmer sitzen im Kreis und reichen den Bleistift auf ein Signal hin im Uhrzeigersinn weiter. Auf ein zweites Signal wird die Richtung gewechselt.
 
Das Bleistift-Rätsel
Schreiben Sie mit einem Bleistift verschiedene Begriffe auf kleine Karten, beispielsweise „Schule“, „Brief“, „Rechnung“, „Kreuzworträtsel“, „Bauplan“ oder „Einkaufsliste“. Eine Karte wird gezogen und der Begriff gemeinsam erklärt oder mit einer persönlichen Erinnerung verbunden. Alternativ können die Teilnehmer Begriffe nennen, die sie früher regelmäßig mit Bleistift aufgeschrieben haben.

 

Ich-mag-meine-Füße-Tag

Der Ich-mag-meine-Füße-Tag findet jedes Jahr am 17. August statt. Er soll daran erinnern, welche wichtige Rolle unsere Füße im Alltag spielen: Sie tragen unseren Körper, ermöglichen das Stehen und Gehen und begleiten uns durch das gesamte Leben. Gleichzeitig möchte der Aktionstag dazu anregen, den Füßen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und auf passende Schuhe sowie eine gute Fußpflege und Fußgesundheit zu achten.  

Fuß-Wellness im Sitzen
Die Teilnehmer nehmen eine bequeme Sitzposition ein. Gemeinsam werden die Füße bewusst wahrgenommen: 
  • Wie fühlen sie sich an? 
  • Sind sie warm oder kalt? 
Anschließend können die Teilnehmer ihre Füße sanft bewegen, die Zehen einzeln bewegen oder die Fußsohlen mit einem weichen Igelball vorsichtig stimulieren. Bei gesundheitlichen Einschränkungen sollte die Übung entsprechend angepasst werden.
 
Barfuß-Fühlstraße
Im Garten oder in einem geeigneten Innenraum werden verschiedene Materialien in flachen Schalen angeboten: ein weiches Handtuch, glatte Steine, Korken, Sand oder ein Stück Kunstrasen. Die Teilnehmer ertasten die Materialien mit den Händen oder – wenn sicher möglich – mit den Füßen. Gemeinsam wird überlegt: Was fühlt sich angenehm an? Was ist weich, rau, kalt oder warm?
 
Schuhe erzählen Geschichten
Verschiedene Schuhe werden betrachtet: Wanderschuhe, Hausschuhe, Arbeitsschuhe, elegante Schuhe, Gummistiefel oder alte Schnürschuhe. Die Teilnehmer erzählen, welche Schuhe sie früher getragen haben und zu welchen Anlässen. Fragen wie Welche Schuhe trugen Sie zur Arbeit? oder Hatten Sie ein Lieblingspaar? regen persönliche Erinnerungen an.
 
 

Ehrentag der schwarzen Katze

Der Ehrentag der schwarzen Katze soll auf schwarze Katzen aufmerksam machen und mit alten Vorurteilen und Aberglauben aufräumen. In manchen Kulturen gelten schwarze Katzen als Unglücksbringer, während sie in anderen Traditionen sogar als Glückssymbol angesehen werden. Der Aktionstag möchte zeigen, dass die Fellfarbe nichts über den Charakter eines Tieres aussagt, und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf schwarze Katzen in Tierheimen lenken, die aufgrund von Vorurteilen teilweise schwerer ein neues Zuhause finden. 

 
Katze, Kater, Katzenwäsche – Bewegtes Gedächtnisspiel
Die Betreuungskraft nennt verschiedene Begriffe rund um die Katze. Zu jedem Begriff gehört eine bestimmte Bewegung, die sich die Teilnehmer merken und möglichst schnell ausführen sollen.
Beispiele:
  • Katze → einmal in die Hände klatschen
  • Kater → zweimal in die Hände klatschen
  • Katzenwäsche → die Hände aneinanderreiben
  • Katzenpfote → mit beiden Händen in die Luft „pföteln“
  • Katzenbuckel → den Rücken leicht rund machen und wieder strecken
  • Katzenkralle → die Finger mehrmals öffnen und schließen
  • Miau → einmal „Miau“ sagen
  • Schnurren → leise „Schnurr, schnurr“ machen
  • Katzensprung → im Sitzen beide Hände nach oben strecken
  • Katzenfutter → so tun, als würde man mit einem Löffel aus einer Schüssel essen
  • Katzenkörbchen → mit den Händen einen Kreis vor dem Körper formen
  • Mäusejagd → mit den Fingern eine kleine Mausbewegung nachahmen
Zu Beginn werden nur drei bis vier Begriffe eingeführt und gemeinsam geübt. Anschließend nennt die Betreuungskraft die Begriffe in wechselnder Reihenfolge. Nach und nach können weitere Begriffe und Bewegungen hinzukommen. Die Teilnehmer müssen dabei aufmerksam zuhören, sich die Zuordnung merken und schnell reagieren.
Die Aktivierung kann im Sitzen durchgeführt werden und eignet sich besonders gut als kurze Bewegungs- und Gedächtnisübung. Für eine lustige Variante können die Begriffe bewusst schneller hintereinander genannt oder zwei Begriffe miteinander kombiniert werden.
 
Suchspiel im Garten
Im Außenbereich werden mehrere schwarze Katzenbilder oder kleine Katzenfiguren versteckt. Die Teilnehmer gehen gemeinsam auf die Suche. Wer eine Katze entdeckt, darf sie mitbringen und eine kleine Aufgabe lösen: einen Katzennamen nennen, ein Katzengeräusch nachmachen, eine Erinnerung erzählen oder eine Bewegung vormachen. Bei eingeschränkter Mobilität können die Katzen so platziert werden, dass sie vom Sitzplatz aus entdeckt werden können.

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