23. August – Tagesimpulse

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden.
 
 
23. August – Tagesimpulse


23. August – Zeit für Aktivierung

 
 

Welttag der Narzisse

Der Welttag der Narzisse ist kein klassischer botanischer Feiertag, sondern steht symbolisch für internationale Aktionen im Kampf gegen Krebs. Die Narzisse gilt dabei als Zeichen der Hoffnung und des Lebens. Verschiedene Krebsgesellschaften nutzen beziehungsweise nutzten „Daffodil Days“ für Aufklärung, Spendenaktionen und die Unterstützung von Betroffenen sowie der Krebsforschung. 
 
Die Narzisse entdecken
Bringen Sie eine Narzisse oder – je nach Jahreszeit – ein Foto oder eine künstliche Blume mit. Die Teilnehmer betrachten die Blüte genau und beschreiben ihre Form und Farbe.
Anschließend können verschiedene Blumen angeboten werden. Gemeinsam wird überlegt: Welche Blume ist die Narzisse?
Bei Menschen mit Demenz kann zusätzlich das Riechen und vorsichtige Ertasten der Blumen einbezogen werden.

Erinnerungen - Blumen
Gesprächsrunde über Blumen, die im Garten oder auf dem Balkon der Teilnehmer wuchsen.
Mögliche Fragen:
  • Welche Blumen hatten Sie früher im Garten?
  • Wer kümmerte sich um die Blumen?
  • Gab es einen Lieblingsstrauß?
  • Welche Blumen wurden verschenkt?
  • Welche Blumen standen bei Hochzeiten oder Geburtstagen auf dem Tisch?
Alte Gartenfotos können als Gesprächsimpuls dienen.
 
Eine Blumenwiese gestalten
Auf einem großen Papier entsteht eine gemeinsame Blumenwiese. Jeder Teilnehmer gestaltet eine eigene Blume. Die Blumen werden anschließend ausgeschnitten und zu einer großen Gemeinschaftswiese zusammengestellt. Die Narzisse kann dabei als besondere Blume in die Mitte gesetzt werden.
 
Blumenzwiebeln pflanzen
Wenn es die Jahreszeit erlaubt, können gemeinsam Blumenzwiebeln für die nächste Gartensaison gepflanzt werden. Die Teilnehmer können: Erde vorbereiten, Löcher machen, Zwiebeln einsetzen, Pflanzen beschriften, Gießen
Auch Senioren mit eingeschränkter Mobilität können beteiligt werden, indem sie die Zwiebeln auswählen oder Pflanzenschilder gestalten.

 

Tag der günstigen Flüge

Der Tag der günstigen Flüge wird am 23. August als inoffizieller US-amerikanischer Aktionstag begangen. Er steht im Zusammenhang mit der typischerweise nachlassenden Nachfrage nach Flugreisen gegen Ende der Sommerreisezeit und soll auf die Möglichkeit aufmerksam machen, zu dieser Zeit nach günstigeren Flugangeboten Ausschau zu halten. Der Tag bietet einen schönen Anlass, über frühere Urlaubsreisen, Flugreisen und persönliche Traumziele zu sprechen.  

Meine erste Flugreise
Die Teilnehmer erzählen von ihren Erfahrungen mit dem Fliegen.
Mögliche Fragen:
  • Wann sind Sie zum ersten Mal geflogen?
  • Wohin ging die Reise?
  • Wie haben Sie den Flug erlebt?
  • Was war besonders aufregend?
  • Sind Sie gerne geflogen?
Für Menschen ohne Flugerfahrung kann alternativ über Urlaubsreisen mit Auto, Bahn oder Schiff gesprochen werden.

Kofferpacken – Gedächtnisspiel
Die Betreuungskraft beginnt: Ich packe meinen Koffer und nehme mit …
Jeder Teilnehmer ergänzt einen Gegenstand und wiederholt alle zuvor genannten Dinge.
Für Menschen mit Demenz kann die Aufgabe vereinfacht werden. Statt einer langen Merkreihe können Bilder von Reisegegenständen gemeinsam sortiert werden.

Reite-den-Wind-Tag

Der Reite-den-Wind-Tag lädt dazu ein, sich mit dem Fliegen, dem Wind und der Faszination des freien Fliegens zu beschäftigen. Der Aktionstag erinnert an einen Meilenstein des Muskelkraftflugs: Am 23. August 1977 wurde erstmals der Kremer-Preis für einen erfolgreichen Muskelkraftflug gewonnen. Damit steht der Tag symbolisch für Erfindergeist, technische Entwicklung und den menschlichen Traum vom Fliegen. 
 
Wind fühlen
Im Garten oder auf der Terrasse setzen sich die Teilnehmer bewusst dem Wind aus. Gemeinsam wird beobachtet:
  • Wie bewegt sich das Gras?
  • Welche Blätter flattern?
  • Wie fühlt sich der Wind auf der Haut an?
  • Ist der Wind warm oder kalt?
Auch bettlägerige Bewohner können bei geöffnetem Fenster einen leichten Luftzug wahrnehmen.
 
Windspiele gestalten – Kreativ
Die Teilnehmer basteln eigene Windspiele aus Materialien wie: Holz, Muscheln, Perlen, Bändern, kleinen Glöckchen Die fertigen Windspiele werden im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt.
Anschließend kann gemeinsam gelauscht werden, wie der Wind die einzelnen Materialien bewegt.
 
Der Wind trägt mich – Bewegung 
Mit leichten Tüchern, Chiffontüchern oder Bändern werden verschiedene Bewegungen des Windes dargestellt. Die Betreuungskraft gibt die jeweilige Wetter- oder Windsituation vor, und die Teilnehmer versuchen, die Bewegung mit ihrem Tuch nachzuahmen. Die Übungen können im Sitzen oder im Stehen durchgeführt werden. Mögliche Bewegungsbeispiele:
  • Leichte Brise: Das Tuch ganz langsam und sanft hin und her bewegen.
  • Starker Wind: Das Tuch kräftig und schnell von einer Seite zur anderen schwingen.
  • Sturm: Das Tuch schnell und mit großen Bewegungen durch die Luft wirbeln.
  • Wirbelwind: Das Tuch in großen Kreisen über dem Kopf oder vor dem Körper bewegen.
  • Windstille: Das Tuch ruhig halten und nur ganz leicht hin und her bewegen.
  • Windstoß: Das Tuch plötzlich kräftig nach oben und wieder nach unten bewegen.
  • Blätter im Wind: Das Tuch locker fallen lassen und mit kleinen Bewegungen wieder auffangen.
  • Fahnen im Wind: Das Tuch hochhalten und langsam von links nach rechts schwingen.
  • Wind von oben: Das Tuch über den Kopf heben und langsam nach unten sinken lassen.
  • Wind von unten: Das Tuch vom Schoß aus schwungvoll nach oben bewegen.
  • Wellen im Wind: Das Tuch mit beiden Händen halten und wellenförmig auf und ab bewegen.
  • Drehender Wind: Das Tuch vor dem Körper kreisen lassen und dabei die Richtung wechseln.
  • Herbstwind: Das Tuch langsam nach unten schweben lassen, wie ein fallendes Blatt.
  • Frühlingswind: Das Tuch leicht und beschwingt durch die Luft tanzen lassen.
  • Gewittersturm: Das Tuch schnell hin und her bewegen und anschließend bei „Windstille“ plötzlich ruhig halten.
Die Betreuungskraft kann die Bewegungen miteinander verbinden und daraus eine kleine Windgeschichte gestalten: Zuerst weht eine leichte Brise, dann wird der Wind stärker, ein Wirbelwind kommt auf, ein Sturm zieht vorbei und am Ende wird es wieder ganz ruhig.

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