10 Minuten Aktivierung: Schuster

10 Minuten Aktivierung: Schuster

Information zur Umsetzung:   
Eine 10-Minuten-Aktivierung ist eine kurze, alltagsnahe Beschäftigung für Senioren und Menschen mit Demenz. Im Mittelpunkt stehen vertraute Themen, Erinnerungen und die Anregung der Sinne. 
 
Durch gezielte Fragen, Gespräche und kleine Impulse werden vorhandene Fähigkeiten gefördert, ohne die Teilnehmer zu überfordern. Bereits wenige Minuten gemeinsamer Aktivierung können Freude bereiten, das Wohlbefinden steigern und soziale Kontakte stärken.

 
Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht 

 
PDF Datei zum Ausdrucken  
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10 Minuten Aktivierung: Schuster



Aktivierungen zum Thema - Schuster

Der Schuster (Schuhmacher) gehörte früher zu den wichtigen Handwerkern im Alltag. Schuhe wurden nicht einfach weggeworfen, wenn sie kaputt waren, sondern repariert, neu besohlt oder ausgebessert. Viele ältere Menschen erinnern sich an den Geruch einer Schuhwerkstatt, das Klopfen kleiner Hämmer, Lederstücke und den Schuster im Ort. Das Thema eignet sich besonders gut, um Erinnerungen an alte Berufe, Handwerk, Dorfleben und frühere Gewohnheiten zu aktivieren.

Ziele
  • Erinnerungen an alte Handwerksberufe und frühere Lebensweisen aktivieren.
  • Gespräche über Reparieren, Sparsamkeit und Alltag früher fördern.
  • Vertraute Sinneseindrücke aus einer Schuhwerkstatt nutzen.
  • Feinmotorik und Wahrnehmung durch Materialien und Gegenstände anregen.
  • Biografische Erinnerungen an Kindheit, Arbeit und Familie wecken.
  • Gemeinschaftlichen Austausch und Erzählen fördern.

Vorbereitung
Materialien
  • Bilder von alten Schuhwerkstätten
  • Alter Schuh oder Lederschuh
  • Schuhbürste/ Schnürsenkel
  • Lederstücke/ Hammer
  • Nägel oder kleine Nieten
  • Maßband/ Alte Schuhcreme
  • Bilder von Schustern früher
  • Alte Schuhe aus verschiedenen Zeiten

Durchführung
Begrüßung und Einstieg
Legen Sie einen alten Schuh oder ein Stück Leder in die Mitte.
Einführung: „Heute erinnern wir uns an einen Beruf, den es früher fast überall gab: den Schuster. Schuhe waren damals wertvolle Dinge und wurden oft repariert, anstatt neue zu kaufen. Der Schuster sorgte dafür, dass Menschen wieder gut laufen konnten und ihre Schuhe lange hielten.“


Gemeinsames Gespräch
Mögliche Gesprächsimpulse:
  • Gab es bei Ihnen früher einen Schuster im Ort?
  • Haben Sie Schuhe reparieren lassen?
  • Welche Schuhe trugen Sie früher?
  • Erinnern Sie sich an den Geruch einer Schuhwerkstatt?
  • Wurden Schuhe in der Familie weitergegeben?
  • Welche Handwerker gab es früher noch?
  • Haben Sie selbst Schuhe geputzt?
  • Waren gute Schuhe etwas Besonderes?
  • Wie wurden Schuhe früher gepflegt?
  • Was ist heute anders als früher?

Sinnesanregungen


Sehen
Einen alten Lederschuh betrachten - Ein alter Schuh erinnert an frühere Zeiten, in denen Schuhe oft jahrelang getragen wurden. Viele Teilnehmer erzählen von ihren ersten guten Schuhen oder besonderen Paaren.
 
Bilder einer alten Schusterwerkstatt anschauen - Sie zeigen einen Arbeitsplatz mit Werkzeugen, Leder und Maschinen. Der Anblick kann Erinnerungen an Handwerker im eigenen Ort wecken.
 
Eine Schuhmacher-Schürze betrachten - Sie erinnert an die Arbeitskleidung früherer Handwerker. Viele verbinden damit den typischen Schusterberuf.
 
Alte Schuhbürsten anschauen - Sie erinnern daran, dass Schuhe regelmäßig gepflegt und geputzt wurden. Früher gehörte Schuhpflege oft zum Alltag.
 
Lederstücke betrachten - Sie zeigen das Material, mit dem der Schuster gearbeitet hat. Die verschiedenen Farben und Oberflächen regen Gespräche an.
 
Alte Werkzeuge anschauen - Hammer, Zange oder Ahle zeigen, wie viel Handarbeit früher nötig war. Sie machen den Beruf greifbarer.
 
Verschiedene Schuhformen betrachten - Sie erinnern an frühere Mode und daran, welche Schuhe zu bestimmten Anlässen getragen wurden.
 
Alte Familienfotos mit Schuhen anschauen - Sie können Erinnerungen an Kleidung, Feste und besondere Momente auslösen.
 
Bilder von Schuhmachermaschinen betrachten - Sie zeigen die Entwicklung vom Handwerk zur modernen Herstellung. Gespräche über früher und heute entstehen.
 
Alte Schuhkartons betrachten - Sie erinnern an den Kauf neuer Schuhe und daran, wie sorgfältig Dinge aufbewahrt wurden.


Hören
Hammerschläge aus einer Werkstatt hören - Das Geräusch erinnert an das Arbeiten am Schuh und an alte Handwerksbetriebe. Viele erkennen sofort die typische Atmosphäre einer Werkstatt.
 
Geschichten über Schuster hören - Erzählungen über Handwerker früher regen eigene Erinnerungen an. Teilnehmer berichten oft von bekannten Personen aus ihrem Dorf.
 
Geräusche einer Nähmaschine hören - Sie erinnern an das Nähen und Reparieren von Leder. Das verbindet Schusterarbeit mit anderen Handwerken.
 
Alte Erzählungen über Sparsamkeit hören - Sie erinnern daran, dass früher vieles repariert wurde. Der Wert von Gegenständen war oft ein anderer.
 
Geschichten über Kinderschuhe hören - Sie führen zu Erinnerungen an Wachstum, neue Schuhe und die eigene Kindheit.
 
Das Wort „Schuhmacher“ hören - Bekannte Begriffe können längst vergessene Erinnerungen zurückholen Manche erzählen von alten Berufsbezeichnungen.
 
Werkstattgeräusche hören - Sie machen die Arbeit des Schusters lebendig. Die Teilnehmer können überlegen, welche Geräusche dazugehören.
 
Erzählungen über alte Berufe hören - Sie führen zu Gesprächen über Berufe, die heute seltener geworden sind.
 
Geschichten über den Einkauf früher hören - Sie erinnern an Zeiten, in denen Schuhe sorgfältig ausgewählt wurden.
 
Eigene Erinnerungen der Gruppe hören - Jeder Beitrag kann neue Geschichten auslösen und verbindet die Teilnehmer miteinander.


Riechen
Leder riechen - Der Geruch von Leder erinnert direkt an Schuhe und Werkstätten. Viele verbinden damit den Besuch beim Schuster.
 
Schuhcreme riechen - Sie erinnert an gepflegte Schuhe und frühere Hausarbeit. Das regelmäßige Putzen gehörte für viele zum Alltag.
 
Holz riechen - Holz erinnert an alte Werkstätten, Möbel und Werkzeuge. Viele Schuster arbeiteten in einfachen Handwerksräumen.
 
Klebstoff riechen - Er verbindet sich mit Reparaturen und dem Ausbessern von Schuhen. Der Geruch macht die Werkstatt vorstellbar.
 
Metall riechen - Er erinnert an Werkzeuge, Nägel und Maschinen. Metall war ein wichtiger Bestandteil vieler Handwerksarbeiten.
 
Alte Schuhe riechen - Ein vertrauter Schuhgeruch kann Erinnerungen an frühere Zeiten auslösen. Manche erinnern sich an Schuhe der Familie.
 
Wachs riechen - Wachs wurde früher teilweise zur Pflege oder Verarbeitung verwendet. Der Duft erinnert an sorgfältige Handarbeit.
 
Stoffe riechen - Stoff und Leder gehörten zu vielen Gebrauchsgegenständen. Sie erinnern an Kleidung und Alltag früher.
 
Werkstattgerüche beschreiben - Die Gruppe kann erzählen, wie eine alte Werkstatt wohl gerochen hat. Dadurch entstehen lebendige Bilder im Kopf.
 
Schuhputzmittel riechen - Sie verbinden sich mit dem Ritual des Schuhputzens vor besonderen Tagen. Viele erinnern sich an saubere Schuhe für Feste oder Schule.


Schmecken
Kaffee trinken - Er erinnert an Gespräche und Pausen in kleinen Werkstätten. Viele Handwerker hatten früher feste Pausenzeiten.
 
Kuchen probieren - Er verbindet sich mit Besuchen, Dorfgemeinschaft und gemütlichen Nachmittagen. Essen führt oft zu persönlichen Erinnerungen.
 
Brotzeit probieren - Sie erinnert an einfache Mahlzeiten während der Arbeit. Viele Handwerker nahmen früher ihr Essen von zuhause mit.
 
Bauernbrot probieren - Es verbindet sich mit früherem Alltag und traditionellen Lebensweisen. Viele Teilnehmer erinnern sich an den Geschmack von früher.
 
Wurst oder Käse probieren - Diese einfachen Lebensmittel erinnern an Pausen und Arbeitstage. Sie führen oft zu Geschichten aus der Vergangenheit.
 
Süßigkeiten aus der Kindheit probieren - Sie wecken Erinnerungen an früher und an kleine Belohnungen. Manche erzählen von besonderen Momenten.
 
Lieblingsessen von früher nennen - Essen ist eng mit Erinnerungen verbunden. Die Teilnehmer erzählen von Familie und Alltag.
 
Getränke von früher sammeln - Die Gruppe vergleicht, was früher getrunken wurde. Dadurch entstehen Gespräche über Veränderungen.
 
Gerichte aus der Kindheit beschreiben - Viele verbinden Mahlzeiten mit Personen und Situationen. Erinnerungen werden dadurch lebendig.
 
Über „Essen beim Handwerker“ sprechen - Die Teilnehmer erzählen, was früher während der Arbeit üblich war. So entstehen persönliche Geschichten.


Fühlen

Einen Lederschuh anfassen - Die Oberfläche macht den Beruf des Schusters direkt erfahrbar. Leder fühlt sich anders an als moderne Materialien.
 
Lederstücke fühlen - Unterschiedliche Lederarten regen die Wahrnehmung an. Gleichzeitig kann über die Verarbeitung gesprochen werden.
 
Einen Hammer halten - Er erinnert an die Arbeit am Schuh und traditionelle Werkzeuge. Die Gruppe kann überlegen, wofür er gebraucht wurde.
 
Eine Schuhbürste anfassen - Sie verbindet sich mit Schuhpflege und früheren Haushaltsaufgaben. Viele haben selbst Schuhe geputzt.
 
Schnürsenkel fühlen - Sie erinnern an das tägliche Anziehen von Schuhen. Besonders Kindheitserinnerungen werden geweckt.
 
Alte Schuhsohlen fühlen - Sie zeigen, wie Schuhe aufgebaut waren. Die Teilnehmer können Unterschiede zu heutigen Schuhen entdecken.
 
Werkzeuggriffe ertasten - Sie erinnern an Handarbeit und Werkstätten. Das Erraten der Gegenstände fördert Konzentration.
 
Schuhcremedose anfassen - Sie verbindet sich mit dem Ritual des Schuhputzens. Früher gehörte das oft zur Vorbereitung auf den Sonntag.
 
Verschiedene Materialien vergleichen - Leder, Stoff und Gummi fühlen sich unterschiedlich an. Das regt Wahrnehmung und Gespräch an.
 
Gegenstände aus der Schusterwerkstatt erraten - Eine Tastaufgabe aktiviert Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig entstehen Gespräche über alte Berufe.


Interaktive Aktivitäten
  • Alte Werkzeuge erraten.
  • Einen Schuh beschreiben.
  • Lederstücke vergleichen.
  • Geschichten über kaputte Schuhe sammeln.
  • Alte Berufe aufzählen.
  • Früher und heute vergleichen: Reparieren oder neu kaufen.
  • Eine Geschichte beginnen: „Als ich meine ersten richtigen Schuhe bekam…“
  • Schuhe aus verschiedenen Zeiten vergleichen.
  • Lieblingsschuhe aus der Vergangenheit erzählen.
  • Gemeinsam überlegen: „Was wurde früher repariert, was heute weggeworfen?“

Abschluss
Beenden Sie die Aktivierung mit einer kurzen Zusammenfassung: „Der Schuster war früher ein wichtiger Teil des Alltags. Er sorgte dafür, dass Dinge lange genutzt wurden und nichts unnötig verloren ging. Der Beruf erinnert an eine Zeit, in der Handwerk, Geduld und sorgfältige Arbeit besonders geschätzt wurden.“
Zum Abschluss kann jeder Teilnehmer erzählen: „An welchen Handwerker von früher erinnern Sie sich noch?“

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