10 Minuten Aktivierung: Ziege/ Ziegen
10 Minuten Aktivierung: Ziege/ Ziegen
Information
zur Umsetzung:
Eine 10-Minuten-Aktivierung ist eine kurze,
alltagsnahe Beschäftigung für Senioren und Menschen mit Demenz. Im
Mittelpunkt stehen vertraute Themen, Erinnerungen und die Anregung der
Sinne. Durch
gezielte Fragen, Gespräche und kleine Impulse werden vorhandene
Fähigkeiten gefördert, ohne die Teilnehmer zu überfordern. Bereits
wenige Minuten gemeinsamer Aktivierung können Freude bereiten, das
Wohlbefinden steigern und soziale Kontakte stärken.
Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht
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Aktivierungen zum Thema - Ziege/ Ziegen
Einführung zum ThemaZiegen gehören zu den ältesten Nutztieren des Menschen. Sie werden seit sehr langer Zeit wegen ihrer Milch, ihres Fleisches und ihrer natürlichen Fähigkeiten als Weidetiere gehalten. Ziegen sind anpassungsfähig und können auch auf eher steinigem oder kargem Gelände Nahrung finden.
Es gibt zahlreiche Ziegenrassen, die sich in Größe, Fellfarbe, Hörnern und Körperbau unterscheiden. Besonders auffällig sind ihre waagerechten Pupillen, die Hörner vieler Rassen und ihr neugieriges Verhalten. Ziegen leben häufig in Herden und sind sehr bewegliche Tiere.
Materialliste
Bilder verschiedener Ziegenrassen
Bilder von Ziegen auf Weiden und Höfen
kleine Ziegenfigur
Bilder von Ziegenhörnern
Bild einer Ziegenherde
Ziegenmilch oder Ziegenmilchprodukte
kleine Schälchen
Stroh oder sauberes Heu
Bürste mit weichen Borsten als Tierpflege-Symbol
Seil oder Weidezaun-Attrappe
kleine Glocke
Bilderbuch oder Bildkarten zu „Die sieben Geißlein“
Papier
Buntstifte und Filzstifte
graues, braunes, schwarzes und weißes Papier
Schere und Kleber/ Stoffbeutel
eventuell ein kleines Glöckchenhalsband als Anschauungsobjekt
Fragen für den Erzählteil
Haben Sie schon einmal eine Ziege aus der Nähe gesehen?
Kennen Sie jemanden, der Ziegen gehalten hat?
Haben Sie früher einmal einen Ziegenstall besucht?
Welche Ziegenfarbe fällt Ihnen spontan ein?
Kennen Sie ein Märchen oder eine Geschichte mit Ziegen?
Haben Sie schon einmal Ziegenmilch oder Ziegenkäse probiert?
Was glauben Sie, warum Ziegen gerne auf erhöhten Stellen stehen?
Haben Sie schon einmal eine Ziegenherde beobachtet?
Welche anderen Tiere verbinden Sie mit einem Bauernhof?
Was finden Sie an Ziegen besonders interessant oder lustig?
Praxisbeispiele für die Sinne
Sehen – visueller Sinn
Ziegenhörner vergleichen
Idee: Bilder von verschiedenen Ziegen mit unterschiedlichen Hornformen zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer vergleichen Größe, Biegung und Richtung der Hörner.
Ziegenaugen entdecken
Idee: Ein vergrößertes Foto eines Ziegenauges zeigen.
Anwendung: Gemeinsam die waagerechte Pupillenform betrachten und mit einem menschlichen Auge vergleichen.
Ziegenbart erkennen
Idee: Bilder von Ziegen mit deutlich sichtbarem Bart zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer suchen die Tiere mit dem auffälligsten Bart.
Ziege oder Schaf?
Idee: Bilder beider Tierarten durcheinander auslegen.
Anwendung: Die Teilnehmer sortieren sie nach sichtbaren Merkmalen wie Hörnern, Fell und Gesicht.
Ziegenklettern beobachten
Idee: Ein Bild einer Ziege auf einem Felsen, Baumstamm oder erhöhten Untergrund zeigen.
Anwendung: Beschreiben, wie sicher und beweglich sich das Tier positioniert.
Ziegenfamilie
Idee: Bilder von Bock, Ziege und Zicklein zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer ordnen die Tiere nach Alter beziehungsweise Geschlecht.
Ziegenstall entdecken
Idee: Ein Foto eines Stalls mit Tieren und Ausstattung zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer suchen Futterstelle, Tränke, Einstreu, Zaun und Tiere.
Futterauswahl
Idee: Bilder verschiedener Futtermittel zeigen.
Anwendung: Gemeinsam überlegen, welche davon zu einer Ziege passen könnten.
Ziegenherde beobachten
Idee: Ein Foto mit mehreren Tieren verwenden.
Anwendung: Die Teilnehmer suchen die größte, kleinste, hellste und dunkelste Ziege.
Ziegenrätsel mit Bildern
Idee: Drei stark vergrößerte Bildausschnitte zeigen – Ohr, Huf, Auge.
Anwendung: Erraten, welcher Körperteil zu einer Ziege gehört.
Hören – auditiver Sinn
Meckern erkennen
Idee: Das typische Meckern einer Ziege abspielen.
Anwendung: Das Tier erraten und den Laut beschreiben.
Zicklein und erwachsene Ziege
Idee: Unterschiedliche Ziegenlaute vorspielen.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, ob ein jüngeres oder erwachsenes Tier zu hören ist.
Glocke und Ziegenlaut
Idee: Ziegenmeckern und Glockenklang abwechselnd abspielen.
Anwendung: Die Teilnehmer unterscheiden die beiden Geräusche.
Stall-Geräuschkulisse
Idee: Ziegen, Stalltür, Schritte und Futtergeräusche kombinieren.
Anwendung: Die Gruppe errät den Ort.
Ziegenfüße auf Holz
Idee: Ein passendes Trittgeräusch nachmachen oder vorspielen.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, ob ein Tier gerade über einen festen Untergrund läuft.
Fütterungsgeräusche
Idee: Rascheln von Futter und Geräusche beim Kauen als sichere Aufnahme verwenden.
Anwendung: Erraten, welche Alltagssituation dargestellt wird.
Bergziege
Idee: Naturgeräusche mit Wind und Tieren abspielen.
Anwendung: Die Teilnehmer stellen sich eine Ziege in einer Berglandschaft vor.
Hör-Quiz
Idee: Ziege, Kuh, Schaf und Pferd als Tierlaute vorspielen.
Anwendung: Die Teilnehmer ordnen die Laute den Tieren zu.
Glockenrhythmus
Idee: Eine Glocke in unterschiedlichen Rhythmen erklingen lassen.
Anwendung: Die Teilnehmer wiederholen die Tonfolge mit Klatschen oder Klopfen.
Ziegenhof-Geschichte
Idee: Eine kurze Geschichte über einen Morgen auf einem Ziegenhof erzählen.
Anwendung: Die Teilnehmer ergänzen passende Geräusche.
Fühlen – Tastsinn
Ziegenfell vergleichen
Idee: Verschiedene weiche Stoffe als sichere Fell-Imitationen anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer vergleichen Länge und Beschaffenheit.
Ziegenhorn-Modell ertasten
Idee: Ein ungefährliches künstliches Hornmodell verwenden.
Anwendung: Form, Rundung und Oberfläche ertasten.
Ziegenhuf-Modell
Idee: Ein ungefährliches Modell oder eine entsprechend geformte Tierfigur verwenden.
Anwendung: Die besondere Form des Hufs ertasten.
Bürste für die Tierpflege
Idee: Eine Tierbürste mit geeigneten, weichen Borsten anbieten.
Anwendung: Die Borsten und den Griff ertasten.
Stallmaterialien
Idee: Stroh, Stoff und Holz als unterschiedliche Stallmaterialien anbieten.
Anwendung: Die Oberflächen miteinander vergleichen.
Futtertrog ertasten
Idee: Eine kleine Schale oder einen stabilen Behälter verwenden.
Anwendung: Form und Rand ertasten und überlegen, wofür er genutzt wird.
Glockenband fühlen
Idee: Ein Band mit einer kleinen Glocke daran ertasten.
Anwendung: Material, Gewicht und Form beschreiben.
Ziegenfigur im Fühlbeutel
Idee: Eine kleine Ziegenfigur zusammen mit ungefährlichen Bauernhof-Gegenständen verstecken.
Anwendung: Durch Ertasten die Ziege erkennen.
Fellimitate sortieren
Idee: Kurzes, langes, glattes und lockiges Kunstfell anbieten.
Anwendung: Die Materialien nach ihrer Beschaffenheit sortieren.
Berg und Wiese fühlen
Idee: Stein, grobes Material und weiches grünes Material als Landschaftsflächen verwenden.
Anwendung: Eine kleine „Ziegenlandschaft“ mit den Händen erkunden.
Riechen – olfaktorischer Sinn
Heu riechen
Idee: Sauberes Heu als Duftimpuls einsetzen.
Anwendung: Über Ziegenstall und Futter sprechen.
Strohduft
Idee: Trockenes Stroh riechen lassen.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, wo ihnen dieser Geruch bekannt vorkommt.
Ziegenkäse riechen
Idee: Eine kleine Menge Ziegenkäse als Duftimpuls anbieten.
Anwendung: Den charakteristischen Geruch beschreiben.
Ziegenmilchprodukt
Idee: Joghurt oder ein anderes geeignetes Produkt riechen lassen.
Anwendung: Den Unterschied zwischen Milchprodukt und Stallgeruch thematisieren.
Kräuter und Ziege
Idee: Frische Kräuter als Geruchsimpuls verwenden.
Anwendung: Über Wiesen und Futterpflanzen sprechen.
Stall oder Wiese?
Idee: Heu und frische Kräuter getrennt riechen lassen.
Anwendung: Entscheiden, welcher Duft eher an Stall und welcher eher an Weide erinnert.
Holz und Heu
Idee: Holz und Heu kombinieren.
Anwendung: Die Teilnehmer stellen sich einen Stall aus Holz vor.
Bergwiese
Idee: Einen frischen Pflanzen- oder Kräuterduft anbieten.
Anwendung: Über Ziegen auf einer Bergwiese sprechen.
Käsevergleich
Idee: Einen milden Käse und Ziegenkäse getrennt riechen lassen.
Anwendung: Unterschiede feststellen.
Persönlicher Ziegengeruch
Idee: Aus mehreren Naturdüften den passendsten „Ziegengeruch“ auswählen.
Anwendung: Jeder begründet seine Wahl.
Schmecken – gustatorischer Sinn
Ziegenkäse pur
Idee: Eine kleine Probe von geeignetem Ziegenkäse anbieten.
Anwendung: Geschmack, Würze und Konsistenz beschreiben.
Ziegenjoghurt
Idee: Eine kleine Portion Ziegenjoghurt anbieten.
Anwendung: Cremigkeit und Geschmack wahrnehmen.
Ziegenmilch vergleichen
Idee: Ziegenmilch und ein anderes geeignetes Milchprodukt vergleichen.
Anwendung: Unterschiede im Geschmack beschreiben.
Käse und Obst
Idee: Ziegenkäse mit einer kleinen Menge Obst kombinieren.
Anwendung: Überlegen, ob süß und herzhaft zusammenpassen.
Kräuter-Ziegenkäse
Idee: Eine kleine Käseprobe mit milden Kräutern anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer entscheiden, welche Variante ihnen besser gefällt.
Mild oder würzig?
Idee: Zwei geeignete Käsesorten vergleichen.
Anwendung: Geschmacksintensität einschätzen.
Brot und Ziegenkäse
Idee: Eine kleine Brot-Käse-Kombination anbieten.
Anwendung: Über eine einfache Brotzeit auf dem Bauernhof sprechen.
Frühstück mit Ziegenmilch
Idee: Eine kleine Frühstücksprobe mit geeignetem Ziegenmilchprodukt anbieten.
Anwendung: Einen Bauernhofmorgen gedanklich vorstellen.
Ziegenhof-Picknick
Idee: Verschiedene geeignete Lebensmittel bereitstellen.
Anwendung: Die Teilnehmer stellen ein Fantasie-Picknick auf einer Ziegenweide zusammen.
Lieblingsprodukt wählen
Idee: Ziegenkäse, Ziegenjoghurt und eine andere geeignete Probe anbieten.
Anwendung: Jeder wählt seinen persönlichen Favoriten.

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