10 Minuten Aktivierung: Heinz Erhardt

10 Minuten Aktivierung: Heinz Erhardt

Information zur Umsetzung:   
Eine 10-Minuten-Aktivierung ist eine kurze, alltagsnahe Beschäftigung für Senioren und Menschen mit Demenz. Im Mittelpunkt stehen vertraute Themen, Erinnerungen und die Anregung der Sinne. 
 
Durch gezielte Fragen, Gespräche und kleine Impulse werden vorhandene Fähigkeiten gefördert, ohne die Teilnehmer zu überfordern. Bereits wenige Minuten gemeinsamer Aktivierung können Freude bereiten, das Wohlbefinden steigern und soziale Kontakte stärken.

 
Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht 

 
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10 Minuten Aktivierung: Heinz Erhardt



Aktivierungen zum Thema - Heinz Erhardt

Einführung zum Thema
Heinz Erhardt war ein deutscher Komiker, Schauspieler, Kabarettist, Musiker, Komponist und Dichter. Er wurde am 20. Februar 1909 in Riga geboren und starb am 5. Juni 1979 in Hamburg. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Wortwitz, seine Gedichte, Schüttelreime, musikalischen Auftritte, Radioarbeiten und zahlreiche Filmrollen.
Erhardt interessierte sich schon früh für Musik und studierte von 1926 bis 1928 in Leipzig Klavier und Komposition. Später arbeitete er unter anderem im Rundfunk und entwickelte dort seinen charakteristischen Humor. Sein bekannter Auftakt „Noch'n Gedicht …“ wurde zu einem Markenzeichen seiner Auftritte.
Auch im Film war Heinz Erhardt sehr erfolgreich. Zu seinen bekannten Filmen gehören unter anderem „Witwer mit fünf Töchtern“, „Immer die Radfahrer“, „Drei Mann in einem Boot“ und „Natürlich die Autofahrer“.
Das Thema eignet sich besonders gut für eine 10-Minuten-Aktivierung, weil Erhardts Humor mit Sprache, Reimen, Musik, Gesichtsausdruck und Alltagssituationen arbeitet. Statt längere Filmsequenzen anzusehen, können kurze Wortspiele, Bilder, bekannte Rollen, Musik und humorvolle Aufgaben eingesetzt werden.


Materialliste
Bilder von Heinz Erhardt, Bilder aus verschiedenen Filmrollen, Bücher oder Gedichtsammlungen von Heinz Erhardt
Karten mit einzelnen Wörtern, Karten mit Reimwörtern, Papier, Buntstifte und Filzstifte, kleine Tafel oder Flipchart
eventuell ein altes Radio, Bilder alter Fernseher
Bilder bekannter Heinz-Erhardt-Filme, eine Brille mit schwarzem Gestell als lustiges Anschauungsobjekt
Hut oder Sakko als Requisite, Notizblock
Klavier- oder Instrumentalmusik als Hintergrund, kleine Karten für Mini-Rätsel


Fragen für den Erzählteil
Kennen Sie Heinz Erhardt?
Haben Sie früher seine Filme oder Auftritte gesehen?
Was verbinden Sie spontan mit seinem Namen?
Erinnern Sie sich an einen Film mit Heinz Erhardt?
Haben Sie seine Gedichte oder Wortspiele früher gehört?
Was gefällt Ihnen an seinem Humor?
Haben Sie früher gerne Komödien im Fernsehen angesehen?
Gab es in Ihrer Familie jemanden, der Heinz Erhardt besonders mochte?
Welche anderen Komiker aus dieser Zeit kennen Sie?
Was macht für Sie einen guten Humor aus?


Praxisbeispiele für die Sinne

Sehen – visueller Sinn
Heinz-Erhardt-Gesicht erkennen
Idee: Mehrere Porträts verschiedener Schauspieler zeigen.
Anwendung: Heinz Erhardt erkennen und anschließend beschreiben, welche Merkmale besonders auffallen.

Die berühmte Brille
Idee: Ein Bild seiner markanten Brille zeigen.
Anwendung: Gemeinsam überlegen, warum ein bestimmtes Kleidungs- oder Accessoiremerkmal zu einer Person besonders bekannt werden kann.

Filmrolle zuordnen
Idee: Bilder aus verschiedenen Heinz-Erhardt-Filmen zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer ordnen Bilder möglichen Filmrollen oder Filmtiteln zu.

Schwarz-Weiß und Farbe
Idee: Alte Film- oder Fernsehbilder und moderne Aufnahmen vergleichen.
Anwendung: Unterschiede bei Bildqualität, Kleidung und Bildwirkung entdecken.

Heinz-Erhardt-Filmplakat
Idee: Ein altes Filmplakat betrachten.
Anwendung: Titel, Darsteller und Gestaltungselemente suchen.

Requisiten erkennen
Idee: Hut, Brille, Krawatte, Klavier und andere Gegenstände auf Bildern zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer wählen aus, welche zu einer humorvollen Bühnenfigur passen könnten.

Film oder Bühne?
Idee: Verschiedene Aufnahmen zeigen.
Anwendung: Erkennen, ob Heinz Erhardt gerade auf einer Bühne, in einem Film oder bei einer Fernsehaufnahme zu sehen ist.

Gesichtsausdruck beobachten
Idee: Verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken verwenden.
Anwendung: Die Teilnehmer beschreiben, ob er überrascht, ernst, verschmitzt oder fröhlich wirkt.

Wortspiel auf dem Plakat
Idee: Ein humorvoll gestaltetes Wortbild zeigen.
Anwendung: Die Teilnehmer suchen versteckte oder ungewöhnlich kombinierte Wörter.

Eigene Filmrolle auswählen
Idee: Bilder verschiedener Erhardt-Figuren auslegen.
Anwendung: Jeder entscheidet, welche Figur er gerne einmal spielen würde.


Hören – auditiver Sinn
Stimme erkennen
Idee: Einen kurzen, rechtmäßigen Audioausschnitt aus einer Heinz-Erhardt-Aufnahme verwenden.
Anwendung: Die Teilnehmer versuchen, die Stimme zu erkennen.

„Noch'n …“
Idee: Eine kurze bekannte Einleitung mit einer eigenen Ergänzung verbinden.
Anwendung: Die Teilnehmer vervollständigen humorvoll den Satz mit einem eigenen Wort.

Reim hören
Idee: Zwei Wörter sprechen, die sich reimen.
Anwendung: Die Teilnehmer entscheiden, ob sie sich wirklich reimen.

Reim oder kein Reim?
Idee: Wortpaare wie „Haus – Maus“ oder „Tisch – Fisch“ vorsprechen.
Anwendung: Bei passenden Reimen klatschen.

Heinz-Erhardt-Musik
Idee: Kurze Instrumental- oder Klaviermusik einsetzen.
Anwendung: Die Teilnehmer beschreiben, welche Stimmung dadurch entsteht.

Pointe erwarten
Idee: Eine kurze harmlose humorvolle Geschichte erzählen und vor dem letzten Satz stoppen.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, wie die Geschichte weitergehen könnte.

Wortsalat
Idee: Mehrere Wörter nacheinander sprechen.
Anwendung: Die Teilnehmer merken sich möglichst viele Begriffe und wiederholen sie.

Filmton erkennen
Idee: Ein typisches Filmszenengeräusch abspielen.
Anwendung: Überlegen, ob die Szene eher zu einer Komödie, einem Krimi oder einem Liebesfilm passt.

Klavier und Sprache
Idee: Kurzes Klavierspiel mit gesprochenen Wörtern kombinieren.
Anwendung: Die Teilnehmer erleben die Verbindung von Musik und Humor.

Sprachrhythmus
Idee: Einen kurzen Satz langsam, normal und übertrieben rhythmisch sprechen.
Anwendung: Die Teilnehmer sprechen ihn auf humorvolle Weise nach.


Fühlen – Tastsinn
Alte Brille ertasten
Idee: Eine ungefährliche Brille mit markantem Gestell verwenden.
Anwendung: Form, Bügel und Rahmen ertasten.

Sakko-Stoff
Idee: Einen Stoff aus einem Sakko oder einer Anzugjacke anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer beschreiben, wie sich ein klassisches Bühnenoutfit anfühlen könnte.

Krawatten fühlen
Idee: Mehrere Stoffe und Krawatten vergleichen.
Anwendung: Glatte, seidige oder strukturierte Materialien unterscheiden.

Buchseiten ertasten
Idee: Ein älteres Buch oder ein Gedichtband verwenden.
Anwendung: Papier, Seitenrand und Einband erkunden.

Bühnenvorhang
Idee: Einen schweren Stoff als symbolischen Theater- oder Bühnenvorhang verwenden.
Anwendung: Gewicht und Oberfläche beschreiben.

Mikrofon-Attrappe
Idee: Eine sichere Mikrofonattrappe oder ein ähnlicher Gegenstand verwenden.
Anwendung: Form und Griff ertasten.

Klaviertasten fühlen
Idee: Ein kleines Keyboard oder Klavier als Tastobjekt verwenden.
Anwendung: Schwarze und weiße Tasten unterscheiden.

Filmklappe
Idee: Eine Filmklappe aus Holz oder Kunststoff ertasten.
Anwendung: Form, Kanten und Gelenk erkennen.

Hut ertasten
Idee: Einen klassischen Hut oder eine ähnliche Kopfbedeckung verwenden.
Anwendung: Material, Krempe und Form beschreiben.

Theater-Fühlkiste
Idee: Brille, Hut, Buch, Krawatte und Mikrofonattrappe in einem Beutel verstecken.
Anwendung: Die Teilnehmer erkennen die Gegenstände durch Tasten und überlegen, wie sie mit einem Bühnenauftritt zusammenpassen.


Riechen – olfaktorischer Sinn
Heinz Erhardt selbst lässt sich nicht sinnvoll über einen „typischen Geruch“ vermitteln. Deshalb werden Gerüche aus Situationen rund um Bühne, Film, Bücher und frühere Fernsehabende eingesetzt.

Alte Bücher
Idee: An einem älteren Buch oder Gedichtband riechen.
Anwendung: Über Bücher, Gedichte und frühere Lesegewohnheiten sprechen.

Theater-Vorhang
Idee: Einen geeigneten Stoff als Geruchsimpuls anbieten.
Anwendung: Über die Atmosphäre eines Theaters oder einer Bühne sprechen.

Holz und Bühne
Idee: Holzduft als Impuls einsetzen.
Anwendung: Über Bühnen, alte Theater und Konzertsäle sprechen.

Kaffee und Fernsehen
Idee: Kaffeeduft mit einem Bild eines alten Fernsehabends verbinden.
Anwendung: Erinnerungen an gemeinsame Fernsehabende anregen.

Papier und Tinte
Idee: Papier und einen geeigneten Schreibmaterialduft kombinieren.
Anwendung: Über Gedichte und das Schreiben früherer Generationen sprechen.

Filmabend
Idee: Einen typischen Popcorn- oder Snackduft einsetzen.
Anwendung: Über Kino- und Fernsehabende sprechen.

Theater oder Wohnzimmer?
Idee: Zwei passende Düfte anbieten.
Anwendung: Entscheiden, welcher eher zu einer Bühne und welcher zu einem gemütlichen Fernsehabend passt.

Buch und Bühnenstoff
Idee: Beide Materialien riechen lassen.
Anwendung: Die Teilnehmer wählen den Duft, der stärker an Heinz Erhardt erinnert.

Erinnerungsduft
Idee: Einen vertrauten Duft aus Papier, Kaffee oder Holz verwenden.
Anwendung: Fragen, ob damit ein bestimmtes Jahrzehnt oder Fernseherlebnis verbunden wird.

Mein Heinz-Erhardt-Duft
Idee: Verschiedene harmlose Düfte anbieten.
Anwendung: Jeder wählt zwei Düfte, die für ihn zu einem gemütlichen Erhardt-Fernsehabend passen.


Schmecken – gustatorischer Sinn
Der Geschmackssinn wird über typische Situationen rund um Kino, Fernsehen, Kaffee, Kuchen und gesellige Abende angesprochen.

Fernsehabend mit Kuchen
Idee: Eine kleine Kuchenprobe anbieten.
Anwendung: Über frühere gemeinsame Fernsehabende sprechen.

Kaffee und Gebäck
Idee: Eine kleine Kaffee- oder Teeprobe mit Gebäck anbieten.
Anwendung: Über gemütliche Nachmittage und Unterhaltung im Fernsehen sprechen.

Kinosnack
Idee: Eine kleine Portion Popcorn oder einen anderen geeigneten Snack anbieten.
Anwendung: Über frühere Kinoerlebnisse und Komödien sprechen.

Süße Pause
Idee: Eine kleine Süßigkeit anbieten.
Anwendung: Über Lieblingsnaschereien aus der Jugendzeit sprechen.

Komödien-Picknick
Idee: Eine kleine Auswahl geeigneter Snacks anbieten.
Anwendung: Gemeinsam einen Fantasie-Fernsehabend mit Heinz Erhardt planen.

Lieblingsgetränk
Idee: Kaffee, Tee oder eine andere alkoholfreie Alternative anbieten.
Anwendung: Jeder wählt das Getränk für einen gemütlichen Filmabend.

Kuchenbewertung
Idee: Eine kleine Kostprobe anbieten.
Anwendung: Bewerten, ob sie eher zu einem Nachmittag mit Gedichten oder zu einem Filmabend passt.

Süß oder herzhaft
Idee: Zwei kleine geeignete Proben anbieten.
Anwendung: Entscheiden, was besser zu einer Komödie passt.

Kindheitserinnerung
Idee: Eine bekannte kleine Süßigkeit anbieten.
Anwendung: Über Fernsehabende und Süßigkeiten früher sprechen.

Mein Erhardt-Abend
Idee: Die Teilnehmer stellen aus Getränk, Snack und Kuchen ihren idealen Fernsehabend zusammen.
Anwendung: Die Auswahl begründen und miteinander vergleichen.

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