10 Minuten Aktivierung: Zähne
10 Minuten Aktivierung: Zähne
Information
zur Umsetzung:
Eine 10-Minuten-Aktivierung ist eine kurze,
alltagsnahe Beschäftigung für Senioren und Menschen mit Demenz. Im
Mittelpunkt stehen vertraute Themen, Erinnerungen und die Anregung der
Sinne. Durch
gezielte Fragen, Gespräche und kleine Impulse werden vorhandene
Fähigkeiten gefördert, ohne die Teilnehmer zu überfordern. Bereits
wenige Minuten gemeinsamer Aktivierung können Freude bereiten, das
Wohlbefinden steigern und soziale Kontakte stärken.
Eckdaten zur Aktivierung:
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht
Passt: Kurzaktivierung/ Einzelbetreuung
Inhalt: unterschiedliche Idee
Dauer: Mini Aktivierung
Schwierigkeit: Leicht
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Aktivierungen zum Thema - Zähne
Einführung zum ThemaZähne haben wichtige Aufgaben im Alltag. Sie helfen beim Abbeißen, Kauen und Zerkleinern von Nahrung und unterstützen außerdem die Lautbildung beim Sprechen. Gleichzeitig gehören Zähne zum persönlichen Erscheinungsbild und sind mit vielen Alltagserfahrungen verbunden.
Das Thema „Zähne“ eignet sich gut für eine kurze Aktivierung, weil es zahlreiche Anknüpfungspunkte gibt: Zahnpflege, Zahnarztbesuche, Zahnwechsel, Zahnspangen, Zahnbürsten, Zahnersatz und frühere Gewohnheiten. Gerade Erinnerungen an den ersten ausgefallenen Milchzahn, die Zahnarztpraxis oder das erste eigene Zähneputzen können Gespräche anregen.
Materialliste
verschiedene Zahnbürsten
Kinderzahnbürste und Erwachsenen-Zahnbürste
Zahnputzbecher
Zahnseide oder Zahnseidenhalter als Anschauungsmaterial
Zahnputzbecher/ Zahnpastatuben
Zahnputz-Sanduhr oder Timer
Mundspiegel/ großes Zahnmodell oder Zahnkarte
künstliches Gebiss, falls vorhanden
Bilder von Milchzähnen und bleibenden Zähnen
Bilder einer Zahnarztpraxis/ Bilder verschiedener Zahnspangen
Zahnputzbecher und Handtuch
Papier/ Buntstifte und Filzstifte/ weißes und rotes Papier
Schere und Kleber
kleine Karten mit Zahnbegriffen
eventuell Zahnstocher ausschließlich als Anschauungsmaterial, nicht zur Anwendung im Mund
Fragen für den Erzählteil
Erinnern Sie sich an Ihren ersten ausgefallenen Milchzahn?
Hatten Sie als Kind Angst vor dem Zahnarzt?
Wer hat Ihnen früher das Zähneputzen beigebracht?
Hatten Sie früher eine besondere Zahnbürste?
Kennen Sie noch eine Zahnpasta aus Ihrer Kindheit?
Hatten Sie selbst einmal eine Zahnspange?
Haben Sie früher regelmäßig den Zahnarzt besucht?
Erinnern Sie sich an Ihre erste Zahnarztpraxis?
Haben Sie als Kind an die Zahnfee geglaubt?
Was gehört für Sie zu einer guten Zahnpflege?
Praxisbeispiele für die Sinne
Sehen – visueller Sinn
Zahnarten unterscheiden
Idee: Bilder von Schneidezähnen, Eckzähnen und Backenzähnen zeigen.
Anwendung: Gemeinsam die unterschiedlichen Formen betrachten und überlegen, welche Aufgabe zu welchem Zahn passen könnte.
Milchgebiss und Erwachsenengebiss
Idee: Zwei einfache Gebissbilder zeigen.
Anwendung: Unterschiede bei Anzahl, Größe und Anordnung entdecken.
Zahnspangen-Galerie
Idee: Bilder verschiedener Zahnspangen auslegen.
Anwendung: Die Teilnehmer betrachten, wie unterschiedlich Zahnspangen aussehen können.
Zahnarztpraxis entdecken
Idee: Ein Bild eines Behandlungszimmers zeigen.
Anwendung: Zahnarztstuhl, Lampe, Instrumententisch und Waschbecken suchen.
Zahnputzschritte als Bildfolge
Idee: Bilder einer Zahnputzroutine durcheinanderlegen.
Anwendung: Gemeinsam eine sinnvolle Reihenfolge herstellen.
Zahnbürsten vergleichen
Idee: Verschiedene Bürstenköpfe zeigen.
Anwendung: Unterschiede bei Form, Größe und Borstenanordnung entdecken.
Lachende Gesichter
Idee: Bilder verschiedener Gesichter mit unterschiedlichen Zahnstellungen zeigen.
Anwendung: Gemeinsam beschreiben, welche Merkmale auffallen.
Zahn-Fehlerbild
Idee: Ein gezeichnetes Gebiss mit absichtlich ungewöhnlichen Stellen vorbereiten.
Anwendung: Die Teilnehmer finden die „Fehler“.
Vom Milchzahn zum bleibenden Zahn
Idee: Eine einfache Bilderfolge mit Zahnwechsel darstellen.
Anwendung: Die einzelnen Entwicklungsabschnitte in die richtige Reihenfolge bringen.
Zahnarzt-Detailblick
Idee: Ein kleines Detail eines Zahnarztwerkzeugs oder Zahnarztstuhls stark vergrößert zeigen.
Anwendung: Erraten, worum es sich handeln könnte.
Hören – auditiver Sinn
Elektrische Zahnbürste erkennen
Idee: Das Brummen einer elektrischen Zahnbürste abspielen.
Anwendung: Das Gerät erraten.
Zahnarztstuhl-Bewegung
Idee: Ein passendes Geräusch einer sich bewegenden Behandlungsliege verwenden.
Anwendung: Die Teilnehmer überlegen, wo sie dieses Geräusch hören könnten.
Zahnbürste im Becher
Idee: Eine Zahnbürste in einen Zahnputzbecher stellen.
Anwendung: Das leise Klappern hören.
Wasserhahn im Badezimmer
Idee: Wasser kurz laufen lassen.
Anwendung: Die Teilnehmer verbinden das Geräusch mit der morgendlichen Zahnpflege.
Zahnputz-Takt
Idee: Einen einfachen Rhythmus aus zwei kurzen und einem langen Klopfen erzeugen.
Anwendung: Die Gruppe versucht, ihn mit den Händen nachzumachen.
Zahnarztpraxis als Klangbild
Idee: Brummen, Wasser, Stuhlbewegung und Türgeräusch kombinieren.
Anwendung: Die Teilnehmer erkennen den Ort.
Spülen und Ausspucken – als Alltagssituation
Idee: Nur die Geräuschkulisse des Wasserbeckens verwenden.
Anwendung: Überlegen, welche Tätigkeit gerade beendet wurde.
Zahnpflege-Geräuschfolge
Idee: Becher – Wasser – Zahnbürste – Wasserhahn nacheinander erzeugen.
Anwendung: Die Teilnehmer merken sich die Reihenfolge.
Schnell oder langsam putzen
Idee: Das Geräusch einer Zahnbürste langsam und schneller erzeugen.
Anwendung: Die Teilnehmer unterscheiden die Geschwindigkeiten.
Zahnarzt-Geschichte hören
Idee: Eine kurze, humorvolle Geschichte über einen Zahnarztbesuch erzählen.
Anwendung: Die Teilnehmer hören aufmerksam zu und beantworten anschließend einfache Fragen zur Geschichte.
Fühlen – Tastsinn
Zahnbürstenborsten vergleichen
Idee: Bürsten mit unterschiedlich weichen Borsten anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer ertasten die Unterschiede vorsichtig mit den Fingern.
Bürstenkopf und Griff
Idee: Zahnbürsten anhand ihrer verschiedenen Bereiche ertasten.
Anwendung: Kopf, Hals und Griff unterscheiden.
Zahnseide fühlen
Idee: Zahnseide oder Zahnseidenhalter als Anschauungsmaterial verwenden.
Anwendung: Dünne, glatte Struktur ertasten.
Zahnpastatuben vergleichen
Idee: Kleine und große Tuben ertasten.
Anwendung: Gewicht, Form und Deckel vergleichen.
Zahnmodell erkunden
Idee: Ein großes künstliches Gebiss vorsichtig ertasten.
Anwendung: Zähne, Zahnreihe und Zahnfleisch unterscheiden.
Glatt oder strukturiert?
Idee: Einen glatten Kunststoffzahn und strukturierte Materialien vergleichen.
Anwendung: Die Oberflächenunterschiede beschreiben.
Zahnspangenmodell
Idee: Ein ungefährliches Anschauungsmodell einer Zahnspange ertasten.
Anwendung: Drähte, Halterungen und glatte Teile unterscheiden.
Zahnarztstuhl-Materialien
Idee: Verschiedene glatte und weiche Materialien anbieten.
Anwendung: Überlegen, welche sich wie ein Behandlungsstuhl anfühlen könnten.
Fühlbeutel Zahnarzt
Idee: Zahnbürste, Becher, Tube, Zahnseidenhalter und andere sichere Gegenstände in einen Beutel legen.
Anwendung: Die Gegenstände ausschließlich durch Tasten erkennen.
Zahnform ertasten
Idee: Vereinfachte Zahnmodelle mit unterschiedlichen Formen verwenden.
Anwendung: Die Teilnehmer unterscheiden eher breite und schmale Zahnformen.
Riechen – olfaktorischer Sinn
Zahnpasta riechen
Idee: Verschiedene Zahnpasten oder sichere Zahnpasta Proben anbieten.
Anwendung: Unterschiede bei Frische, Minze oder Fruchtaromen beschreiben.
Mundwasser als Duftimpuls
Idee: Eine geeignete, verschlossene Mundspüllösung riechen lassen.
Anwendung: Den Geruch beschreiben und mit Zahnpflege verbinden.
Zahnputzmittel früher und heute
Idee: Zwei unterschiedliche Zahnpflegeprodukte als Duftimpuls vergleichen.
Anwendung: Gemeinsam feststellen, welcher Duft eher „alt“ oder „modern“ wirkt.
Pfefferminze erkennen
Idee: Pfefferminze als Duft anbieten.
Anwendung: Den frischen Geruch erkennen und mit Zahnpflege verbinden.
Kräuterduft
Idee: Verschiedene milde Kräuter anbieten.
Anwendung: Über frühere Hausmittel und Mundpflege sprechen.
Zahnarztpraxis erinnern
Idee: Einen typischen, milden Pflegeproduktduft als Erinnerungsreiz einsetzen.
Anwendung: Fragen, ob der Duft an eine Zahnarztpraxis erinnert.
Zahnpasta-Riechvergleich
Idee: Zwei Zahnpasten mit deutlich unterschiedlichen Aromen vergleichen.
Anwendung: Die Teilnehmer entscheiden, welche angenehmer wirkt.
Kindheit und Zahnpasta
Idee: Einen typischen Kinderzahnpasta-Duft anbieten.
Anwendung: Erinnerungen an die eigene Kindheit anregen.
Frische oder neutral?
Idee: Einen starken und einen milden Pflegeproduktduft vergleichen.
Anwendung: Die Teilnehmer wählen den Duft, den sie mit sauberem Mund verbinden.
Persönlicher Zahnputzduft
Idee: Verschiedene sichere Düfte aus dem Bereich Zahnpflege anbieten.
Anwendung: Jeder wählt seinen Favoriten und beschreibt ihn mit einem Wort.
Schmecken – gustatorischer Sinn
Beim Thema Zähne sollte der Geschmackssinn besonders bewusst und vorsichtig angesprochen werden. Dabei geht es nicht darum, zahnschädliche Lebensmittel zu fördern, sondern um Geschmäcker und Erinnerungen rund um Mund, Essen und Zahnpflege.
Süß und sauer unterscheiden
Idee: Zwei kleine geeignete Kostproben anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer ordnen die Geschmäcker süß oder sauer zu.
Knackig und weich
Idee: Eine weiche und eine knackige Lebensmittelprobe anbieten.
Anwendung: Die unterschiedlichen Kaueindrücke beschreiben.
Frischer Geschmack
Idee: Eine geeignete Probe mit frischer Minznote anbieten.
Anwendung: Den Geschmack bewusst wahrnehmen.
Fruchtgeschmack
Idee: Kleine Stücke verschiedener Obstsorten anbieten.
Anwendung: Die Teilnehmer vergleichen süße und säuerliche Früchte.
Geschmacks-Raten
Idee: Eine kleine Probe anbieten, ohne vorher zu verraten, um welches Lebensmittel es sich handelt.
Anwendung: Die Teilnehmer erraten den Geschmack oder die Zutat.
Knabbern und Kauen
Idee: Eine sichere, geeignete Knabberei und eine weiche Kostprobe vergleichen.
Anwendung: Die Kaubewegung und Konsistenz verbal beschreiben.
Lieblingsgeschmack
Idee: Drei deutlich unterschiedliche Geschmacksrichtungen anbieten.
Anwendung: Jeder wählt seinen Favoriten.
Geschmack und Erinnerung
Idee: Eine vertraute Süßigkeit oder Frucht probieren lassen.
Anwendung: Fragen, ob der Geschmack an Kindheit oder einen besonderen Anlass erinnert.
Nach dem Zahnarzt
Idee: Eine kleine neutrale oder milde Kostprobe anbieten.
Anwendung: Überlegen, was man nach einem Zahnarzttermin gerne essen würde.
Mein Frühstück
Idee: Verschiedene geeignete Frühstückskomponenten anbieten.
Anwendung: Jeder stellt sein persönliches Frühstück zusammen und erzählt, was dabei zum Zähneputzen dazugehört.
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