Michaelstag – Der Tag, an dem der Teufel Brombeeren ausspuckte

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 

Michaelstag – Der Tag, an dem der Teufel Brombeeren ausspuckte


Michaelistag – Der Tag, an dem der Teufel die Brombeeren ausspuckte

Der Michaelstag (Michaelis) wird jedes Jahr am 29. September gefeiert. In Großbritannien ist mit diesem Tag eine besondere volkstümliche Überlieferung verbunden: „The Day the Devil Spit on Your Blackberries“ – der Tag, an dem der Teufel auf die Brombeeren spuckte. 

Was ist der Michaelstag? - Der 29. September ist der christliche Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel. Michael gilt in der christlichen Überlieferung als Bezwinger Satans. 

Woher kommt die Geschichte mit den Brombeeren? - Einer britischen Legende zufolge wurde Luzifer vom Erzengel Michael aus dem Himmel gestürzt. Bei seinem Fall landete der Teufel in einem dornigen Brombeerstrauch. Aus Wut soll er die Brombeeren angespuckt, zertreten oder sogar verflucht haben. Deshalb sollten Brombeeren nach dem 29. September nicht mehr gegessen werden. 

Warum gerade Brombeeren? - Die Geschichte passt zum jahreszeitlichen Wandel: Ende September ist die Brombeerernte vielerorts vorbei. Außerdem beginnen reife Brombeeren im Herbst häufiger zu verderben und können von Grauschimmel (Botrytis cinerea) befallen werden. Das könnte die alte Vorstellung von „verfluchten“ oder verdorbenen Früchten zusätzlich beeinflusst haben. 

Wo ist dieser Brauch bekannt? - Besonders auf den Britischen Inseln ist die Vorstellung verbreitet. Dort wird der Tag auch als „Devil Spit Day“ bezeichnet. In Verbindung mit dem Brauch gibt es beispielsweise den traditionellen Michaelmas Blackberry Pie. 

Welche Bedeutung hat der Michaelstag außerdem? - Früher war Michaeli nicht nur ein kirchlicher Gedenktag, sondern auch ein wichtiger Termin im bäuerlichen Jahreslauf. Die Erntezeit ging zu Ende, und in vielen Gegenden waren Märkte, Arbeits- und Abrechnungsfristen mit dem 29. September verbunden.


Die Geschichte vom Teufel und den Brombeeren
Es war einmal ein warmer Herbsttag.
Die Sonne schien noch einmal freundlich vom Himmel. Auf den Feldern war viel gearbeitet worden, denn die Erntezeit ging langsam zu Ende. Äpfel und Birnen waren geerntet, Kartoffeln lagen sicher in den Kellern und auch in den Gärten gab es noch viel zu tun.
In den Hecken und am Waldrand wuchsen die letzten Brombeeren.
Die Früchte waren dunkel, fast schwarz, und glänzten in der Herbstsonne. Wer eine reife Brombeere pflückte, bekam schnell ganz dunkle Finger. Und wer nicht aufpasste, konnte sich an den Dornen ordentlich kratzen.
Die Menschen wussten: Brombeeren sind lecker – aber man muss vorsichtig sein.
Nun erzählt eine alte Geschichte, dass zu dieser Zeit auch der Teufel unterwegs gewesen sein soll.
Der Teufel war wütend.
Er hatte den Menschen nicht viel Gutes gegönnt und ärgerte sich darüber, dass überall so fleißig gearbeitet und geerntet wurde. Die Menschen hatten ihre Vorräte für den Winter gesammelt und freuten sich über die Früchte des Jahres.
Das gefiel dem Teufel überhaupt nicht.
Also zog er zornig durch das Land.
Eines Tages kam er an einem großen Brombeerstrauch vorbei.
Der Strauch war voller reifer, dunkler Früchte.
Der Teufel blieb stehen und schaute auf die Brombeeren.
Dann sagte er: „Was sind denn das für schöne Früchte? Die Menschen sollen sich daran erfreuen? Das gefällt mir gar nicht!“
Und weil er so wütend war, spuckte er auf den Brombeerstrauch.
Er spuckte auf die Blätter.
Er spuckte auf die Beeren.
Und er spuckte sogar auf die letzten Früchte, die noch am Strauch hingen.
Dann ging er weiter.
Die Menschen, die später an den Brombeersträuchern vorbeikamen, erzählten sich die Geschichte weiter.
Sie sagten: „Passt auf! Der Teufel ist über die Brombeeren hergefallen!“
Und so entstand der alte Volksglaube: Nach dem Michaelistag am 29. September soll man keine Brombeeren mehr pflücken.
Man sagte scherzhaft, der Teufel habe sie verdorben.
Natürlich wussten die Menschen auch, dass die Brombeeren im Herbst einfach langsam ihre beste Zeit hinter sich hatten. Manche Früchte wurden weich, andere schmeckten nicht mehr so süß.
Aber die Geschichte vom Teufel machte das Ganze viel spannender.
Und so wurde sie von Generation zu Generation weiter erzählt.
Wenn die Kinder im Herbst Brombeeren sammeln wollten, sagte vielleicht die Großmutter: „Beeilt euch lieber! Bald ist Michaelis. Danach hat der Teufel schon seine Finger im Spiel!“
Die Kinder lachten und liefen schnell zum Brombeerstrauch.
Sie pflückten die schönsten Beeren.
Eine landete im Korb.
Eine im Mund.
Und eine andere wurde gleich noch einmal probiert.
Dabei wurden die Finger ganz blaurot.
Und manchmal auch die Lippen.
Aber das machte nichts.
Denn Brombeeren schmeckten einfach zu gut.

Und warum heißt dieser Tag Michaelistag?
Der Michaelistag wird am 29. September gefeiert.
Er ist dem Erzengel Michael gewidmet.
Früher war dieser Tag für viele Menschen ein wichtiger Zeitpunkt im Jahreslauf.
Die große Erntezeit ging langsam zu Ende.
Der Herbst war da.
Die Tage wurden kürzer.
Die Abende wurden kühler.
Und die Menschen begannen, sich auf den Winter vorzubereiten.

Deshalb gab es rund um Michaelis viele Bräuche, Geschichten und Wetterregeln.
Man schaute auf den Himmel und fragte sich: 
Wie wird der Herbst?
Wird der Winter kalt?
Bleibt das Wetter schön?
Und natürlich wurde auch geschaut, welche Früchte noch im Garten oder im Wald zu finden waren.

Eine kleine Frage zum Schluss
Wenn früher jemand zu Ihnen gesagt hätte: „Beeilen Sie sich mit den Brombeeren – der Teufel kommt!“
Was hätten Sie gemacht?
Hätten Sie lieber noch schnell ein paar Brombeeren gepflückt?
Oder hätten Sie lieber einen großen Bogen um den Brombeerstrauch gemacht?
Und vielleicht erinnert sich ja jemand: Haben Sie als Kind selbst Brombeeren gesammelt?
Wo haben Sie die Brombeeren gefunden?
Haben Sie daraus Marmelade, Kuchen oder Saft gemacht?

Denn eines ist sicher:
Auch wenn der Teufel in der Geschichte auf die Brombeeren gespuckt haben soll –
eine schöne reife Brombeere hat schon immer nach Sommer und Herbst zugleich geschmeckt.

 
Herbstkorb – Was gehört in den Herbst?
Ein Korb wird mit verschiedenen Gegenständen gefüllt: Apfel, Birne, Brombeere, Kastanie, Nuss, Maiskolben, Kürbis, Blatt, Tannenzapfen.
Die Senioren dürfen nacheinander einen Gegenstand herausnehmen.
Dazu werden Fragen gestellt: Was ist das?

 
Wortfindung: Was passt zu „Brombeere“?
Die Gruppe sammelt Begriffe, die zur Brombeere passen: schwarz – süß – Saft – Marmelade – Wald – Strauch – Dornen – Kuchen – Ernte

 
Herbst-Staffel im Sitzen
Mehrere Gegenstände werden auf dem Tisch weitergegeben:
Apfel → Kastanie → Tannenzapfen → Stoffblatt
Die Aufgabe lautet: Geben Sie den Herbstgegenstand vorsichtig weiter.
Alternativ könnte man die unterschiedlichen Dinge auch unterschiedlich weitergeben, eins reichen, eins werfen und fangen, eins von oben nach unten geben, eins selbst hinter an Rücken führen und dann weiter geben, eins rollen usw. 

 
Brombeerquark
Eine einfache gemeinsame Speise: Quark – Joghurt – Brombeeren – etwas Zucker oder Honig nach Bedarf.
Die Senioren können: Brombeeren sortieren, Zutaten abzählen, umrühren, dekorieren, gemeinsam probieren


Brombeermuffins oder Brombeerkuchen
Beim Backen können die Senioren je nach Fähigkeiten unterschiedliche Aufgaben übernehmen:
Zutaten abwiegen – Eier aufschlagen – rühren – Förmchen vorbereiten – Brombeeren verteilen – Kuchen dekorieren.
 
 
Süß oder sauer?
Verschiedene ungefährliche Lebensmittel werden probiert.
Beispiele: Apfel – Zitrone – Traube – Brombeere – Birne
Die Senioren zeigen mit Daumen oder Karten: süß / sauer / beides

 
Herbstliches ABC
Gemeinsam wird ein Herbst-ABC gestaltet:
A – Apfel
B – Brombeere
D – Dahlie
E – Ernte
F – Feld
G – Garten
H – Herbst
I – Igel
K – Kastanie
Nicht jeder Buchstabe muss gefunden werden. Gerade die schwierigen Buchstaben können als lustige Herausforderung genutzt werden. 
Blogbeiträge zur erweiterung: ABC Liste - Herbst und ABC Liste Herbst mit Umschreibungen 

Kommentare

Beliebte Posts

62 Rätselfragen: Herbst

131 Rätselfragen: Oktoberfest

251 Ideenliste zum Thema Herbst

ABC Liste - Herbst

88 Rätselfragen: Erntedank

Themenstunde: Erntedank

600 Rätselfragen: Tiere

Schlager Rätsel (60 bekannte Schlager)

560 Rätselfragen: Allgemeinwissen

Erntedank - Bilderbingo