Tag der Apfeltasche

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 
 
Tag der Apfeltasche

 

Tag der Apfeltasche

Der Tag der Apfeltasche wird in den USA als National Apple Dumpling Day am 17. September gefeiert. Der genaue Ursprung des Aktionstages ist allerdings nicht bekannt, ebenso wenig, wer ihn ins Leben gerufen hat oder warum gerade der 17. September gewählt wurde. Der September passt jedoch zur Apfelernte und damit zur saisonalen Verwendung von Äpfeln. Die Apfeltasche ist besonders im Nordosten der USA verbreitet und wird dort traditionell als süßes Gebäck zum Frühstück oder als Dessert gegessen. Der Aktionstag bietet somit einen Anlass, die beliebte Kombination aus Apfel, Teig, Zimt und Zucker zu genießen und die Vielfalt von Apfelgerichten zu würdigen.  
 
 
Kochen: Was wurde früher aus Äpfeln gemacht?
Gemeinsam wird gesammelt: Apfelmus – Apfelkompott – Apfelkuchen – Apfelstrudel – Apfelpfannkuchen – Bratäpfel – Apfelgelee – getrocknete Äpfel
Die Teilnehmer erzählen, welche Speisen sie selbst zubereitet haben.
 
 
Kreativangebot: Apfel-Druck
Ein halbierter Apfel kann als Stempel verwendet werden.
Mit Farbe können einfache Bilder gestaltet werden:
  • Apfelbaum
  • Herbstbild
  • Obstkorb
  • Apfelkarte


 

 
Gemeinsame Vorbereitung – Wir backen Apfeltaschen
Gemeinsam werden die Zutaten betrachtet und vorbereitet. Die Senioren können je nach ihren Möglichkeiten:
  • Äpfel waschen
  • Äpfel schälen
  • Äpfel klein schneiden
  • Zimt abmessen und hinzufügen
  • Zucker abmessen
  • die Apfelfüllung verrühren
  • den Teig ausrollen
  • Teig ausstechen
  • Füllung auf dem Teig verteilen
  • Apfeltaschen zusammenklappen
  • die Ränder mit der Gabel andrücken
  • mit Eigelb bestreichen
  • die fertigen Taschen auf das Backblech legen
Auch kleine Tätigkeiten sind wertvolle Aktivierungen. Wer nicht mehr selbst schneiden oder formen kann, kann Zutaten benennen, auswählen, umrühren, beobachten oder die nächsten Arbeitsschritte mitbestimmen.
Gespräch während des Backens
Zwischendurch können Fragen gestellt werden:
  • Haben Sie früher selbst gebacken?
  • Wer hat bei Ihnen zu Hause gebacken?
  • Was wurde früher besonders oft am Wochenende gebacken?
YouTube Video - ein Beispiel für Apfeltasche zubereiten

 

 
Sinnesanregung: Der Duft der Apfeltasche
Während die Apfeltaschen im Ofen backen, entsteht der typische Apfel-Zimt-Duft. Dieser Moment eignet sich besonders gut für die Sinnesanregung und Erinnerungsarbeit.
Die Teilnehmer werden eingeladen, bewusst zu riechen:
  • Wonach riecht es hier?
  • Erinnert Sie dieser Duft an früher?
  • Was wurde bei Ihnen zu Hause gebacken?
Auch Gewürze wie Zimt, Vanille und Muskat können in kleinen Schälchen angeboten und vorsichtig erschnuppert werden.

 
Apfelsorten kennenlernen
Verschiedene Apfelsorten werden bereitgelegt: Boskoop – Elstar – Jonagold – Gala – Cox Orange
Die Teilnehmer betrachten Farbe, Form und Größe.
Gemeinsam kann überlegt werden: Welcher Apfel eignet sich wohl besonders gut zum Backen?
Anschließend: Welche Apfelsorte kennen Sie aus Ihrer Kindheit?
Die Äpfel können auch herumgereicht und ertastet werden.
 
 
Gedächtnistraining: Was gehört in die Apfeltasche?
Die Zutaten werden gemeinsam betrachtet: Apfel – Teig – Zimt – Zucker – Ei
Die Teilnehmer versuchen sich die Zutaten zu merken. Danach werden ein oder zwei Dinge weggenommen.
Frage: Was fehlt in unserer Küche?
Steigerung - Zusätzliche Dinge dazulegen, die nicht in die Apfeltasche gehören: Apfel – Zimt – Mehl – Ei – Salz – Schuh – Löffel
Die Senioren entscheiden: Was brauchen wir für unsere Apfeltasche und was gehört nicht hinein?

 
Bewegungsspiel: Wir machen eine Apfeltasche
Die Bewegungen der Backvorbereitung werden gemeinsam nachgemacht – im Sitzen oder Stehen.
  1. Äpfel pflücken: Arme abwechselnd nach oben strecken.
  2. Äpfel schneiden: Eine Schneidebewegung mit der Hand nachmachen.
  3. Teig ausrollen: Mit beiden Händen eine Rollbewegung ausführen.
  4. Füllung verteilen: Mit den Händen eine Streubewegung machen.
  5. Apfeltasche zuklappen: Beide Hände zusammenführen.
  6. Mit Eigelb bestreichen: Mit der Hand eine Pinselbewegung machen.
  7. Apfeltasche in den Ofen schieben: Beide Hände nach vorne bewegen.
Die Übung kann gemeinsam mit passenden Ansagen durchgeführt werden.

 
Apfel schälen – wer schafft die längste Schale?
Wer motorisch dazu in der Lage ist, versucht einen Apfel so zu schälen, dass möglichst eine lange, zusammenhängende Schale entsteht. Es geht ausdrücklich: nicht um Schnelligkeit, sondern um Geschicklichkeit, Konzentration und Freude am Tun.
Anschließend kann man den Apfel essen oder die Schale zu einem wohltuenden Apfeltee verarbeiten, der die Verdauung unterstützt und erfrischend wirkt.

 
Apfelduft erkennen
Ein frisch aufgeschnittener Apfel wird herumgereicht. Die Teilnehmer riechen daran.
Anschließend werden weitere Früchte angeboten: Birne – Orange – Banane – Zitrone
Die Senioren versuchen, die Früchte nur anhand des Geruchs zu erkennen. (Vielleicht die jeweilige Frucht in ein Glas, mit eine weißen Stofftuch drüber - damit an die jeweilige Frucht nicht sieht)

 
Apfeltaschen-Memory
Auf Karten werden passende Begriffe oder Bilder vorbereitet: Apfel – Zimt – Teig – Ei – Backblech – Ofen – Schüssel – Nudelholz
Die Karten werden verdeckt aufgelegt. Es wird jeweils ein Kartenpaar gesucht.
Einfachere Variante: Die Karten liegen offen aus und passende Paare werden gemeinsam gefunden.

 
Erinnerungsrunde: Meine Apfeltasche von früher
Der Duft und der Geschmack der fertigen Apfeltaschen laden besonders zur Biografiearbeit ein.
Mögliche Fragen:
  • Haben Sie früher selbst Apfeltaschen gebacken?
  • Wer hat bei Ihnen zu Hause gebacken?
  • Gab es ein besonderes Familienrezept?
  • Wurde bei Ihnen eher am Wochenende oder unter der Woche gebacken?
  • Haben Sie den Teig selbst gemacht oder fertigen Teig verwendet?
  • Wurden Äpfel aus dem eigenen Garten verwendet?
  • Welche anderen Kuchen wurden regelmäßig gebacken?
  • Wer durfte als Kind beim Backen helfen?

 
Kleine Bewegungsrunde mit dem „Apfel“
Ein Apfel oder ein weicher Ball wird im Sitzkreis weitergegeben.
Wer den „Apfel“ in der Hand hält, darf eine Frage beantworten:
  • Welche Apfelspeise mögen Sie?
  • Welche Farbe mögen Sie bei Äpfeln?
  • Haben Sie früher Äpfel im Garten gehabt?
  • Wer hat bei Ihnen gebacken?
Damit werden Bewegung und Gespräch miteinander verbunden.


Gemeinsames Probieren
Wenn die Apfeltaschen fertig sind, werden sie gemeinsam probiert.
Die Teilnehmer können beschreiben:
  • Ist die Apfeltasche warm?
  • Ist die Füllung süß oder eher säuerlich?
  • Schmeckt man den Zimt?
  • Ist der Teig knusprig?
  • Welche Apfelsorte würde sich besonders gut dafür eignen?
Die Betreuungskraft kann anschließend fragen: Schmeckt unsere Apfeltasche?

 

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