Tag des Handwerks

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 
 
Tag des Handwerks

 
 

Tag des Handwerks 

Der Tag des Handwerks wurde 2011 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am dritten Samstag im September statt. An diesem bundesweiten Aktionstag soll auf die Vielfalt, Bedeutung und Leistungen des Handwerks aufmerksam gemacht werden – mit mehr als 130 verschiedenen Handwerksberufen.
Gleichzeitig wird die Arbeit der vielen Menschen gewürdigt, die mit ihrem praktischen Können, ihrer Erfahrung und ihrem handwerklichen Geschick zum täglichen Leben und zur Wirtschaft in Deutschland beitragen. Der Aktionstag bietet außerdem Gelegenheit, Handwerksberufe kennenzulernen und die Bedeutung von Ausbildung, Fachwissen und Nachwuchs im Handwerk hervorzuheben.
Für Senioren eignet sich der Tag besonders gut, um eigene berufliche Erfahrungen, frühere Tätigkeiten, Werkzeuge und handwerkliche Fähigkeiten in Erinnerung zu rufen und miteinander ins Gespräch zu kommen. 
 
 
Werkzeug-Erinnerungskiste
Eine Kiste enthält verschiedene ungefährliche Werkzeuge und Gegenstände: Hammer – Schraubenzieher – Zange – Zollstock – Pinsel – Feile – Wasserwaage – Schrauben – Nägel – Holzstück – Schleifpapier
Die Gegenstände werden einzeln gezeigt und herumgereicht. Wer möchte, darf sie ertasten und in die Hand nehmen.

Gesprächsimpulse:
  • Welches Werkzeug kennen Sie gut?
  • Womit haben Sie früher besonders gerne gearbeitet?
  • Hatten Sie zuhause eine eigene Werkzeugkiste?
  • Gab es ein Werkzeug, das Sie besonders oft gebraucht haben?
  • Wer hat Ihnen den Umgang mit Werkzeug beigebracht?
Zusätzliche Wahrnehmungsübung: Ein Werkzeug wird in einem Stoffbeutel versteckt. Die Senioren dürfen es ertasten und erraten.

 
Tasten und Erkennen
Verschiedene Materialien werden in blickdichten Beuteln angeboten: Holz – Metall – Schleifpapier – Schraube – Korken – Stoff – Pinsel
Die Senioren ertasten jeweils einen Gegenstand.
Mögliche Fragen:
  • Ist der Gegenstand hart oder weich?
  • Ist er glatt oder rau?
  • Ist er schwer oder leicht?
  • Was könnte sich im Beutel befinden?
 
 
Welches Werkzeug passt?
Bildkarten zeigen verschiedene Handwerkstätigkeiten: Nagel einschlagen – Schraube eindrehen – Holz messen – Holz schleifen – etwas streichen – etwas festhalten – etwas abschneiden
Dazu werden die passenden Werkzeuge gesucht.
Beispielsweise:
Hammer → Nagel
Schraubenzieher → Schraube
Zollstock → Messen
Pinsel → Streichen
Zange → Festhalten
Feile → Glätten
 
 
Werkzeug beschreiben – Wortfindung
Ein Werkzeug wird gezeigt, aber zunächst nicht benannt.
Die Gruppe versucht, es mit möglichst vielen Worten zu beschreiben.
Beispiel Hammer: hart – schwer – Holz – Metall – Werkzeug – Nagel – Griff – schlagen – bauen – reparieren

 
Handwerker-Berufe sammeln
Die Gruppe nennt möglichst viele Berufe.
Zum Beispiel: Schreiner – Maurer – Schlosser – Elektriker – Installateur – Maler – Dachdecker – Bäcker – Metzger – Schneider – Schuhmacher – Schmied – Zimmerer – Mechaniker – Gärtner
Danach können die Berufe nach Bereichen sortiert werden: Arbeiten mit Holz, Arbeiten mit Metall, Arbeiten mit Stoff, Arbeiten mit Lebensmitteln, Arbeiten am Haus, Arbeiten an Maschinen
Erweiterung zur Gedächtnisübung: Jeder nennt einen Beruf. Die nächste Person muss zuerst die bereits genannten Berufe wiederholen und einen neuen ergänzen.

 
Handwerker aus der Erinnerung
Hier steht die Biografiearbeit im Mittelpunkt.
Fragen:
  • Welchen Beruf haben Sie gelernt?Wo haben Sie gearbeitet?
  • Welche Werkzeuge gehörten zu Ihrem Beruf?
  • Was mussten Sie früher mit der Hand machen?
  • Welche Arbeit konnten Sie besonders gut?
  • Gab es einen Kollegen, an den Sie sich besonders erinnern?
Es ist nicht wichtig, dass alle Fragen beantwortet werden. Auch kurze Erinnerungen oder einzelne Begriffe sind wertvoll.

 
Handwerks-Wörter finden
Ein Buchstabe wird vorgegeben, beispielsweise H.
Gesucht werden Handwerksbegriffe mit diesem Anfangsbuchstaben: Hammer – Holz – Hobel
Weiter:
S: Säge, Schraube, Schraubenzieher
P: Pinsel, Plan, Platte
M: Maurer, Metall, Messen
W: Werkzeug, Wasserwaage, Werkstatt
Das lässt sich als lockeres Wortfindungsspiel in der Gruppe durchführen.

 
Sprichwörter und Redewendungen rund ums Handwerk
Gemeinsam bekannte Redewendungen ergänzen:
Leicht und sehr bekannt
  • Viele Köche verderben den … → Brei
  • Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf … → morgen
  • Jeder ist seines Glückes eigener … → Schmied
  • Handwerk hat goldenen … → Boden
  • Übung macht den … → Meister
  • Es ist noch kein Meister vom Himmel … → gefallen
  • Was lange währt, wird endlich … → gut
  • Aller Anfang ist … → schwer
  • Gut Ding will … haben. → Weile
  • Wer rastet, der … → rostet
Besonders passend zum Handwerk
  • Kleine Ursache, große … → Wirkung
  • Jeder kehrt vor seiner eigenen … → Tür
  • Man muss die Feste feiern, wie sie … → fallen
  • Wo gehobelt wird, da … → fallen Späne
  • Was nicht passt, wird … gemacht. → passend
  • Selbst ist der … → Mann
  • Was man nicht im Kopf hat, muss man in den … haben. → Beinen
  • Probieren geht über … → studieren
  • Rom wurde auch nicht an einem Tag … → erbaut
  • Gut Ding will Weile … → haben
Redewendungen mit Werkzeug, Hand und Arbeit
  • Zwei linke … haben → Hände
  • Etwas selbst in die … nehmen → Hand
  • Jemandem unter die Arme … → greifen
  • Mit eigener … → Hand
  • Etwas aus dem Ärmel … → schütteln
  • Etwas im Handumdrehen … → erledigen
  • Etwas an den Nagel … → hängen
  • Den Nagel auf den Kopf … → treffen
  • Nägel mit Köpfen … → machen
  • Eine Schraube locker … → haben
  • Öl ins Feuer … → gießen
  • Sand ins Getriebe … → streuen
  • Etwas auf die lange Bank … → schieben
  • Etwas aus dem Boden … → stampfen
  • Etwas aus dem Hut … → zaubern
  • Etwas aus dem Ärmel … → schütteln
Redewendungen mit Bauen und Steine
  • Auf Sand … → bauen
  • Etwas aus dem Boden … → stampfen
  • Stein um Stein … → aufbauen
  • Jemandem einen Stein in den Weg … → legen
  • Steine aus dem Weg … → räumen
  • Etwas ins Rollen … → bringen
Weitere Sprichwörter, die gut zum Thema Arbeit passen
  • Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht … → wert
  • Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen … → zu
  • Jeder fegt vor seiner eigenen … → Tür
  • Man erntet, was man … → sät
  • Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es … → heraus
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer … → mehr
  • Wer A sagt, muss auch B … → sagen
  • Ende gut, alles … → gut
  • Gut gewollt ist nicht immer gut … → gemacht
  • Aller guten Dinge sind … → drei
  • Not macht … → erfinderisch


Handwerks-Begriffe erklären
Ein Begriff wird genannt und die Gruppe erklärt ihn.
Beispielsweise: Werkbank, Schraubstock, Wasserwaage, Hobel, Feile, Werkzeugkasten, Nagel, Dübel, Schraube

 
Sortieraufgabe
Verschiedene Gegenstände werden gemischt: Schrauben – Nägel – Knöpfe – Holzstücke – Korken – Wäscheklammern – Muttern
Die Senioren sortieren nach: Material, Größe, Form, Verwendung

 
Bewegungsaktivierung - Werkstatt
Eine kleine Bewegungseinheit passend zum Thema:
  • Hammern: abwechselnd mit den Händen nach unten klopfen.
  • Sägen: mit beiden Armen eine Sägebewegung machen.
  • Schrauben: Hände gegeneinander drehen.
  • Streichen: große Pinselbewegungen mit den Armen.
  • Messen: Arme weit auseinandernehmen und wieder zusammenführen.
  • Bohren: kreisende Bewegungen mit der Hand.
  • Die Bewegungen können im Sitzen durchgeführt werden.
Steigerung: Der Betreuer nennt ein Werkzeug, die Senioren führen die passende Bewegung aus.
Noch schwieriger: Der Betreuer macht absichtlich eine falsche Bewegung und die Senioren müssen den Fehler erkennen.

 
Was bin ich? – Handwerker-Rätsel 
Bei dieser Aktivierung werden verschiedene Handwerksberufe beschrieben, ohne den Beruf direkt zu nennen. Die Hinweise werden langsam und nacheinander vorgelesen. So können die Senioren bereits nach dem ersten Hinweis raten.

Rätsel 1
Ich arbeite mit Holz.
Ich benutze oft Hammer, Säge und Hobel.
Ich baue Möbel oder repariere Holzgegenstände.
Wer bin ich?
Lösung: Schreiner / Tischler

Rätsel 2
Ich arbeite auf einer Baustelle.
Ich mauere Wände und setze Steine aufeinander.
Ohne mich würden viele Häuser nicht entstehen.
Wer bin ich?
Lösung: Maurer

Rätsel 3
Ich streiche Wände, Decken und Türen.
Ich arbeite mit Pinsel und Rolle.
Meine Arbeit bringt Farbe ins Haus.
Wer bin ich?
Lösung: Maler

Rätsel 4
Ich arbeite mit Metall.
Ich benutze verschiedene Werkzeuge und Maschinen.
Ich fertige oder repariere Gegenstände aus Metall.
Wer bin ich?
Lösung: Schlosser / Metallbauer

Rätsel 5
Ich repariere Wasserleitungen.
Ich kenne mich mit Rohren und Anschlüssen aus.
Wenn irgendwo Wasser austritt, werde ich oft gebraucht.
Wer bin ich?
Lösung: Installateur / Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Rätsel 6
Ich arbeite mit Strom.
Ich verlege Kabel und schließe elektrische Geräte an.
Bei mir sollte alles sicher angeschlossen sein.
Wer bin ich?
Lösung: Elektriker

Rätsel 7
Ich baue Dächer.
Ich arbeite viel mit Holz und bin häufig hoch oben auf dem Haus.
Mein Handwerk schützt das Haus vor Regen und Schnee.
Wer bin ich?
Lösung: Zimmerer / Dachdecker

Rätsel 8
Ich backe Brot und Brötchen.
Meine Arbeit beginnt oft schon sehr früh am Morgen.
In meiner Werkstatt duftet es nach frischem Gebäck.
Wer bin ich?
Lösung: Bäcker

Rätsel 9
Ich arbeite mit Leder.
Ich fertige oder repariere Schuhe.
Früher gehörte mein Handwerk in vielen Orten ganz selbstverständlich zum Alltag.
Wer bin ich?
Lösung: Schuhmacher

Rätsel 10
Ich arbeite mit Stoff.
Ich schneide, nähe und ändere Kleidung.
Früher wurden bei mir Anzüge, Hosen oder Kleider angefertigt.
Wer bin ich?
Lösung: Schneider

Rätsel 11
Ich arbeite mit Fleisch.
Ich zerlege, schneide und bereite Fleischwaren zu.
In vielen Orten gab es früher eine eigene Metzgerei.
Wer bin ich?
Lösung: Metzger / Fleischer

Rätsel 12
Ich arbeite mit Haaren.
Ich schneide, wasche und frisiere.
Viele Menschen kommen regelmäßig zu mir.
Wer bin ich?
Lösung: Friseur

Rätsel 13
Ich repariere Autos.
Ich arbeite mit Werkzeugen und Maschinen.
Wenn ein Motor nicht richtig läuft, werde ich gerufen.
Wer bin ich?
Lösung: Mechaniker / Kfz-Mechatroniker

Rätsel 14
Ich arbeite mit Glas.
Ich schneide, setze oder repariere Glasscheiben.
Dabei muss ich besonders vorsichtig arbeiten.
Wer bin ich?
Lösung: Glaser

Rätsel 15
Ich arbeite mit Steinen.
Ich bearbeite sie und baue daraus Mauern, Treppen oder andere Dinge.
Mein Material ist schwer und sehr robust.
Wer bin ich?
Lösung: Steinmetz

Rätsel 16
Ich arbeite mit Eisen und Feuer.
Früher habe ich Pferde beschlagen und Metall mit Hammer und Amboss bearbeitet.
In meiner Werkstatt war es oft heiß und laut.
Wer bin ich?
Lösung: Schmied

Rätsel 17
Ich baue Möbel und andere Gegenstände aus Holz.
Ich messe sehr genau und muss sauber arbeiten.
Mein Arbeitsplatz ist oft eine Werkstatt mit Werkbank und vielen Werkzeugen.
Wer bin ich?
Lösung: Schreiner / Tischler

Rätsel 18
Ich arbeite draußen.
Ich pflanze, schneide und pflege Blumen, Sträucher und Bäume.
Mein Arbeitsplatz ist häufig ein Garten oder Park.
Wer bin ich?
Lösung: Gärtner

Rätsel 19
Ich verlege Fliesen.
Ich arbeite an Böden und Wänden.
Meine Arbeit muss sehr genau sein, damit alles gerade und gleichmäßig aussieht.
Wer bin ich?
Lösung: Fliesenleger

Rätsel 20
Ich baue oder repariere Möbel.
Ich kenne mich mit Holz, Scharnieren und Beschlägen aus.
Früher gehörte oft auch das Anfertigen von Türen und Fenstern dazu.
Wer bin ich? 
Lösung: Schreiner / Tischler


Variante: Nur mit Werkzeug-Hinweisen
Hier wird nicht der Beruf beschrieben, sondern nur das Werkzeug.
  1. Hammer, Säge, Hobel und Schraubenzieher liegen auf meiner Werkbank. Mit Holz arbeite ich besonders gerne. Wer bin ich? - Lösung: Schreiner
  2. Pinsel, Farbrolle und Farbe gehören zu meiner Arbeit. Ich verschönere Wände und Türen. Wer bin ich? - Lösung: Maler
  3. Zange, Schraubenschlüssel und Werkzeugkoffer gehören zu meiner Arbeit. Ich repariere Autos. Wer bin ich? - Lösung: Mechaniker
  4. Nadel, Faden, Schere und Stoff brauche ich bei meiner Arbeit. Wer bin ich? - Lösung: Schneider
  5. Hammer, Amboss und glühendes Metall gehören zu meiner Werkstatt. Wer bin ich? - Lösung: Schmied

Variante: Was mache ich?
Hier muss nicht der Beruf, sondern die Tätigkeit erraten werden.
  1. Ich schlage einen Nagel in ein Stück Holz. - Lösung: Hämmern
  2. Ich mache eine Schraube fest. - Lösung: Schrauben
  3. Ich glätte ein Stück Holz. - Lösung: Schleifen / Hobeln
  4. Ich bringe Farbe auf eine Wand. - Lösung: Streichen
  5. Ich messe ein Stück Holz aus. - Lösung: Messen
  6. Ich schneide ein Stück Holz durch. - Lösung: Sägen
  7. Ich verbinde zwei Teile miteinander. - Lösung: Schrauben / Nageln / Leimen
Das lässt sich sehr gut mit echten ungefährlichen Werkzeugen verbinden.

Variante: Welches Werkzeug brauche ich?
Der Betreuer nennt eine Tätigkeit. Die Senioren nennen das passende Werkzeug.
  • Einen Nagel einschlagen → Hammer
  • Eine Schraube festdrehen → Schraubenzieher
  • Etwas messen → Zollstock / Maßband
  • Etwas streichen → Pinsel / Farbrolle
  • Etwas festhalten → Zange
  • Holz glätten → Schleifpapier / Feile
  • Holz durchtrennen → Säge
  • Etwas gerade ausrichten → Wasserwaage
Variante: Was fehlt?
Mehrere Hinweise werden gegeben. Ein wichtiger Begriff fehlt.
  1. Der Schreiner arbeitet mit Holz. Er braucht eine Säge, einen Hammer und einen … - Lösung: Hobel
  2. Der Maler braucht Farbe, einen Pinsel und eine … - Lösung: Farbrolle
  3. Der Schmied arbeitet mit Hammer und … - Lösung: Amboss
  4. Der Schneider braucht Stoff, Nadel und … - Lösung: Faden
  5. Der Maurer braucht Steine, Mörtel und eine … - Lösung: Kelle

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