Tag des Kaffees

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 

Tag des Kaffees

 

Tag des Kaffees

 Der Tag des Kaffees findet in Deutschland jedes Jahr am 1. Oktober statt. Er würdigt Kaffee als beliebtes Getränk und macht auf seine Vielfalt, Zubereitung und Kaffeekultur aufmerksam. Seit 2015 fällt der deutsche Aktionstag mit dem International Coffee Day zusammen. 

Seit wann? - Der deutsche „Tag des Kaffees“ wurde 2006 vom Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufen. 2026 wird er in Deutschland bereits zum 21. Mal begangen.

Warum gibt es ihn? - Der Aktionstag soll die Bedeutung und Vielfalt von Kaffee sichtbar machen – vom Anbau und Rösten bis zur Zubereitung und zum Genuss. Kaffee wird dabei auch als Teil der deutschen Alltags- und Genusskultur betrachtet.

Seit wann international? - Seit 2015 wird der Ehrentag auch international gefeiert. Organisiert wird der International Coffee Day von der International Coffee Organization (ICO).

Was passiert an diesem Tag? - Kaffeeröstereien, Cafés und andere Unternehmen veranstalten beispielsweise Kaffeeverkostungen, Röstvorführungen, Kaffeeseminare, Führungen und Ausstellungen.

Wie wichtig ist Kaffee in Deutschland? - Laut Deutschem Kaffeeverband tranken die Menschen in Deutschland 2024 durchschnittlich 163 Liter Kaffee pro Kopf. Damit gehört Kaffee zu den beliebtesten Getränken in Deutschland.
 
 
 
Wortfindung: Rund um den Kaffee
Die Betreuungskraft nennt zunächst das Wort KAFFEE. Gemeinsam wird überlegt, welche Begriffe den Senioren dazu einfallen.
Die genannten Wörter werden auf Karten geschrieben oder sichtbar auf einem Flipchart gesammelt. Mögliche Antworten sind beispielsweise: Kanne, Tasse, Kuchen, Zucker, Milch, Café, Sahne, Löffel, Kaffeebohne, Filter, Frühstück, Besuch, Zeitung, Sonntag.
Im Anschluss kann die Betreuungskraft einzelne Begriffe gezielt wieder aufgreifen. Bei „Kuchen“ kann beispielsweise gefragt werden, welche Kuchensorten früher besonders beliebt waren.
Steigerung: Die Senioren versuchen, möglichst viele Wörter mit dem Anfangsbuchstaben K zu finden. Danach kann mit anderen Buchstaben weitergearbeitet werden. 
 
 
Erinnerungsarbeit: Kaffee wie früher
Die Betreuungskraft legt alte oder nostalgisch wirkende Gegenstände bereit, beispielsweise eine Handkaffeemühle, ein altes Kaffeefilter-Set, eine Kaffeekanne, ein altes Porzellanservice oder eine Zuckerdose.
Jeder Gegenstand wird einzeln betrachtet. Die Senioren dürfen ihn beschreiben, in die Hand nehmen und erzählen, ob sie einen ähnlichen Gegenstand zu Hause hatten.
Besonders wertvoll sind hierbei persönliche Erzählungen. Es geht nicht darum, richtige Antworten zu erhalten, sondern darum, Erinnerungen und Gespräche entstehen zu lassen.
Mögliche Fragen
  • Wie wurde bei Ihnen früher Kaffee gekocht?
  • Haben Sie den Kaffee selbst gemahlen?
  • Gab es sonntags einen besonderen Kaffeetisch?
  • Wann kam Besuch zum Kaffee?

 
Sinnesanregung: Der Duft von frischem Kaffee
Frisch gemahlener Kaffee oder Kaffeebohnen werden in einem kleinen Schälchen angeboten. Die Senioren dürfen zunächst nur riechen und beschreiben, wie der Duft auf sie wirkt.
Danach können ergänzend andere Düfte angeboten werden, beispielsweise Kakao, Zimt, Vanille oder geröstete Haselnüsse. Die Teilnehmer versuchen zu erkennen, welcher Duft gerade angeboten wird.
Erinnerungsbrücke - Anschließend wird gefragt, woran der Geruch erinnert. Manche Senioren verbinden Kaffeeduft beispielsweise mit Frühstück, Besuch, einem Elternhaus, Sonntagen oder einem früheren Arbeitsplatz.
Bei bettlägerigen Senioren - Ein kleines Duftgefäß kann direkt am Bett eingesetzt werden. Der Duft wird vorsichtig angeboten, ohne den Senior zu bedrängen.

 
Sinnesanregung: Kaffee ertasten
Verschiedene Gegenstände rund um das Thema Kaffee werden bereitgelegt: Kaffeebohnen, Filterpapier, ein Holzlöffel, eine Porzellantasse, ein Metalllöffel, eine Kaffeekanne und eine Dose.
Die Senioren ertasten die Gegenstände mit den Händen und beschreiben deren Eigenschaften.
Beispielsweise: glatt, rau, kalt, leicht, schwer, hart, weich.
Anschließend wird gemeinsam überlegt, um welchen Gegenstand es sich handeln könnte.
Erweiterung: Ein Gegenstand wird in einen Stoffbeutel gelegt und nur durch Ertasten erkannt.

 
Geschmackserlebnis: Welche Kaffeesorte schmeckt mir?
Es werden kleine Probiermengen verschiedener Kaffeevarianten angeboten, beispielsweise normaler Kaffee, entkoffeinierter Kaffee oder Kaffee mit unterschiedlichem Milchanteil.
Die Senioren probieren in Ruhe und beschreiben den Geschmack.
Dabei können Begriffe gesammelt werden wie: mild, kräftig, bitter, aromatisch, cremig, süß, warm.
Gespräch
Wie haben Sie Ihren Kaffee früher getrunken?
Mit viel Milch oder schwarz?
Haben Sie Zucker verwendet?
Wer hat den besten Kaffee gekocht?
 
 
Aktivierung für bettlägerige Senioren: Kleine Kaffeereise
Die Betreuungskraft bringt einige wenige Gegenstände mit ans Bett: eine kleine Tasse, einen Löffel, eine Kaffeebohne in einem Schälchen und eventuell eine kleine Dose mit Kaffeeduft.
Nacheinander dürfen die Gegenstände angeschaut, ertastet oder gerochen werden.
Die Betreuungskraft spricht langsam und ruhig und gibt dem Senior ausreichend Zeit für Reaktionen.
Gespräch
  • Wie haben Sie Ihren Kaffee früher am liebsten getrunken?
  • Haben Sie morgens Kaffee getrunken?
  • Wer hat Ihnen früher den Kaffee gebracht? 
 
 
Kreativangebot: Meine persönliche Kaffeetasse
Auf Papier werden große Tassenformen vorbereitet. Jeder Senior gestaltet seine eigene Kaffeetasse.
Möglich sind Blumenmuster, Punkte, Streifen, Namen oder persönliche Symbole.
Anschließend werden alle Tassen ausgeschnitten und zu einer gemeinsamen Wandgestaltung zusammengestellt.
 
 
Sprachspiel: Satz für Satz zur Kaffeegeschichte
Die Betreuungskraft beginnt mit einem Satz: „Heute Nachmittag ging Frau Müller ins Café.“
Die nächste Person ergänzt einen weiteren Satz.
Beispielsweise: „Dort traf sie eine alte Freundin.“
Die Geschichte wandert durch die Gruppe und wird gemeinsam weiterentwickelt.
 
 
Café-Spiel: Heute sind wir im Senioren-Café
Der Aufenthaltsraum wird in ein kleines Café verwandelt. Die Teilnehmer helfen bei der Gestaltung.
Ein gemeinsamer Café-Name wird ausgesucht. Tischkarten, eine einfache Speisekarte und eine kleine Dekoration werden erstellt.
Einige Senioren können – sofern sie möchten und es ihren Fähigkeiten entspricht – die Rolle des Gastes übernehmen, andere helfen beim Servieren oder Tischdecken.
Die Aktivierung bekommt dadurch einen spielerischen Charakter und erinnert an einen realen Cafébesuch.

 
Sinnesrunde: Kaffee mit allen fünf Sinnen
Die Senioren erleben das Thema Kaffee nacheinander mit verschiedenen Sinnen.
Sehen: Tassen, Kannen und Kaffeebohnen betrachten.
Riechen: Kaffee und ergänzende Düfte wahrnehmen.
Tasten: Bohnen, Porzellan, Holz und Metall ertasten.
Hören: Kaffeemühle, Löffel oder Einschenken hören.
Schmecken: Einen geeigneten kleinen Schluck Kaffee oder eine Alternative probieren.
Nach jeder Station wird gemeinsam besprochen, was wahrgenommen wurde.
Dieses Angebot eignet sich besonders gut als ruhige Einzelbetreuung.

 
Erinnerungsrunde: Mein schönster Kaffeeklatsch
Die Teilnehmer erzählen von einem besonderen Erlebnis rund um Kaffee und Kuchen.
Das kann ein Familienfest, ein Geburtstag, ein Besuch bei den Eltern, ein Sonntagnachmittag oder ein Treffen mit Freunden gewesen sein.
Die Betreuungskraft unterstützt mit gezielten Fragen und lässt ausreichend Zeit für persönliche Erzählungen.
Mögliche Fragen
  • Wer saß mit am Tisch?
  • Was gab es zu essen?
  • Wie war die Stimmung?
  • Was war damals besonders schön?

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