Wider den Aberglauben Tag

Jeder Tag hält neue Möglichkeiten für Begegnung, Aktivierung und gemeinsame Erlebnisse bereit. Dieser tägliche Impuls möchte dazu anregen, mit kleinen Ideen den Alltag abwechslungsreich zu gestalten, Erinnerungen zu wecken und Gespräche in Gang zu bringen. Dabei kann jeder Impuls ganz individuell an die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren angepasst werden. 
 
 
Wider den Aberglauben Tag


Wider den Aberglauben Tag

 Der Wider-den-Aberglauben-Tag (englisch „Defy Superstition Day“) findet jedes Jahr am 13. September statt. Es handelt sich um einen inoffiziellen US-amerikanischen Aktionstag, der dazu anregen soll, sich mit Aberglauben auseinanderzusetzen und vermeintliche Glücks- und Unglücksbringer kritisch zu hinterfragen.

Warum gibt es ihn? - Der Tag soll dazu ermutigen, abergläubische Vorstellungen nicht einfach als Tatsachen hinzunehmen, sondern sie mit Vernunft und kritischem Denken zu hinterfragen.

Seit wann? - Der genaue Ursprung ist nicht bekannt. Es lässt sich weder ein eindeutiger Erfinder noch ein genaues Jahr der ersten Feier belegen.

Warum der 13. September? - Ein möglicher Zusammenhang liegt in der symbolischen Bedeutung der Zahl 13, die in vielen Kulturen als Unglückszahl gilt. Einen offiziell belegten Grund für die Wahl des Datums gibt es jedoch nicht.

Was ist Aberglaube? - Aberglaube bezeichnet Vorstellungen, nach denen bestimmte Handlungen, Gegenstände oder Ereignisse Glück oder Unglück verursachen können, obwohl dafür kein wissenschaftlicher Nachweis besteht.

Was kann man an diesem Tag machen? - Man kann typische Aberglauben hinterfragen – zum Beispiel die Angst vor einer schwarzen Katze, einer Leiter, einem zerbrochenen Spiegel oder der Zahl 13. Der Aktionstag lädt dazu ein, solche Vorstellungen mit Humor und kritischem Denken zu betrachten.
 

Aberglaube – Wahr oder Unsinn?
Zum Einstieg erklärt der Betreuer kurz, dass es viele alte Vorstellungen darüber gibt, was Glück oder Pech bringen kann. Manche dieser Bräuche kennt man noch heute, andere sind fast vergessen.
Der Betreuer liest nacheinander bekannte Aussagen vor:
  • Ein zerbrochener Spiegel bringt sieben Jahre Pech.
  • Ein Schornsteinfeger bringt Glück.
  • Eine schwarze Katze bringt Unglück.
  • Unter einer Leiter soll man nicht hindurchgehen.
  • Wenn man am Neujahrstag zuerst einem Schornsteinfeger begegnet, bringt das Glück.
  • Auf Holz klopfen schützt vor Unglück.
  • Die Zahl 13 bringt Unglück.
  • Ein vierblättriges Kleeblatt bringt Glück.
Die Senioren können ihre Meinung auf unterschiedliche Weise äußern. Zum Beispiel mit Handzeichen, durch Aufstehen, mit grünen und roten Karten oder durch Zurufen:
  • Daran glaube ich.
  • Das kenne ich von früher.
  • Das habe ich schon einmal gehört.
  • Das halte ich für Unsinn.
Danach erzählt der Betreuer kurz etwas Interessantes zu den einzelnen Vorstellungen. Besonders schön ist es, wenn die Senioren anschließend eigene Erinnerungen einbringen.
Gesprächsimpulse:
  • Welche Redensarten über Glück und Pech kennen Sie?
  • Gab es in Ihrer Familie besondere Regeln?
  • Haben Ihre Eltern oder Großeltern an bestimmte Dinge geglaubt?
  • Gab es etwas, das man vor einer Reise niemals tun durfte?
  • Welche Bräuche wurden an Silvester oder Neujahr gepflegt?
  • Hat jemand in Ihrer Familie auf Holz geklopft?
  • Kennen Sie einen Spruch, der Glück bringen sollte?
  • Glück oder Pech?
 
Glück oder Pech 
Der Betreuer zeigt Bilder oder Gegenstände, zum Beispiel: Hufeisen – schwarze Katze – vierblättriges Kleeblatt – Schornsteinfeger – zerbrochener Spiegel – Marienkäfer – Schwein – Schornsteinfegerhut – Leiter
Die Senioren ordnen die Bilder den Kategorien zu:
  • Glückssymbol
  • Pechsymbol
  • Kommt darauf an / kenne ich anders
Anschließend wird gemeinsam über die Symbole gesprochen.


Glücksbringer erraten

Der Betreuer beschreibt einen Glücksbringer, ohne seinen Namen zu nennen.

Ich bin klein, grün und man sagt, dass ich besonders viel Glück bringe, wenn ich vier Blätter habe. → Das Kleeblatt.
Ich habe vier Beine und werde besonders an Silvester verschenkt. Welches Glückssymbol bin ich? → Schwein
Mich trägt man oft als Glücksbringer, und ich habe mit einem bekannten Handwerksberuf zu tun. → Schornsteinfeger
Man findet mich häufig auf Karten oder als Anhänger. Ich habe Flügel und bringe Glück. → Marienkäfer


Redensarten rund um Glück und Pech

Der Betreuer liest bekannte Sprichwörter oder Redewendungen vor. Die Senioren ergänzen sie.
Da kann man nur … → auf Holz klopfen
Glück im Spiel, … → Pech in der Liebe
Aller guten Dinge sind … → drei
Jeder ist seines … → Glückes Schmied
Man muss auch mal … haben → Glück
Da hast du aber … gehabt → Glück
Noch einmal … gehabt → Glück
Pech gehabt → Pech gehabt
Wie gewonnen, so … → zerronnen
Ende gut, … → alles gut
Was lange währt, wird … → endlich gut
Glück und Glas, wie leicht … → bricht das
Jeder bekommt, was er … → verdient
Aus Schaden wird man … → klug
Ein Unglück kommt … → selten allein
Wer den Schaden hat, … → braucht für den Spott nicht zu sorgen
Wo gehobelt wird, da … → fallen Späne
Unverhofft kommt … → oft
Wenn man vom Teufel spricht, … → dann ist er nicht weit
Das große … ziehen → Los
Ein glückliches … haben → Händchen
Vom Pech … sein → verfolgt
Ein … sein → Glückspilz
Ein … sein → Pechvogel
Schwein … → gehabt
Das Glück ist … → mit den Tüchtigen
Das Glück war ihm … → hold
Das Glück hat ihn … → verlassen
Ein … → Glückstreffer
Ein … → Glücksgriff
Noch mal mit einem blauen … davonkommen → Auge
Die … stehen günstig → Sterne
Auf der … des Lebens stehen → Sonnenseite
Den … ziehen → Kürzeren
Den schwarzen … haben → Peter
Eine … haben → Pechsträhne
Schlechte … haben → Karten
Es kommt, wie es … → kommen muss
Man soll das Glück nicht … → herausfordern
Glück muss man … → haben
Glück muss man … → festhalten
Glück im Unglück … → gehabt


Aberglauben-Pantomime
Einige typische Situationen werden pantomimisch dargestellt:
  • Unter einer Leiter hindurchgehen
  • Auf Holz klopfen
  • Ein Hufeisen finden
  • Ein Kleeblatt entdecken
  • Eine schwarze Katze sehen
  • Einen zerbrochenen Spiegel entdecken
  • Einen Schornsteinfeger begrüßen
  • Sich etwas wünschen
Die anderen Senioren müssen erraten, was dargestellt wird.

  
Kreativ: Mein persönlicher Glücksbringer
Jeder Teilnehmer erhält Papier, Stifte und – je nach Möglichkeit – kleine Bastelmaterialien.
Die Aufgabe lautet: Gestalten Sie einen persönlichen Glücksbringer.
Zum Beispiel: Kleeblatt, Hufeisen, Marienkäfer, Glücksschwein, Stern, Herz, eigener Fantasie-Glücksbringer
Die Teilnehmer einen kleinen Glücksspruch aufschreiben oder diktieren: Mein Wunsch für heute ist …
 

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